Panmedica-Gruppe

ASS i.v.: Markteinführung für 2027 geplant

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Berlin -

Nach der Zulassungsübernahme durch die Panpharma-Gruppe soll Aspirin i.v. unter der Bezeichnung Acetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mg, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung, 2027 wieder lieferbar sein.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hatte im verganenen Jahr für acetylsalicylsäurehaltige Arzneimittel in intravenösen Darreichungsformen einen Versorgungsmangel ausgesprochen. Für Aspirin i.v. 500 mg war die Versorgungslage seither angespannt.

Eine Sprecherin erklärt: „Die Panpharma-Gruppe hat die Zulassung für Aspirin i.v. 500 mg übernommen und plant die Markteinführung des deutschen Produkts voraussichtlich im zweiten Quartal 2027.“ Zudem ist das Arzneimittel nicht mehr nur im Direktvertrieb, sondern über alle Kanäle verfügbar.

ASS aus Frankreich

Parallel dazu wurde bei der zuständigen Landesbehörde in Kiel die Gestattung zum Inverkehrbringen des in Frankreich zugelassenen Arzneimittels Acide Acetylsalicylique Panpharma 500 mg (D,L-Lysinacetylsalicylat) beantragt, betont sie. „Grundlage dafür ist der vom BMG festgestellte und im Bundesanzeiger veröffentlichte Versorgungsmangel an ASS-i.v.-Präparaten, wodurch ein dringender medizinischer Bedarf besteht.“

Das französische Präparat mit der PZN 20093104 stehe ab sofort als Gestattungsware nach §79 Abs. 5 AMG zur Verfügung. „Die Auslieferung erfolgt seit dem 26. Januar auch an den pharmazeutischen Großhandel, wodurch die vorherige Liefereinschränkung aufgehoben wird“, so die Sprecherin.

Indikation

Aspirin i.v. 500 mg mit 1000 mg D,L-Lysinacetylsalicylat Glycin (entspricht 500 mg Acetylsalicylsäure (ASS)) kommt beispielsweise zur Initialbehandlung des akuten Koronarsyndroms zum Einsatz. Außerdem wird das flüssige Aspirin bei akuten mäßig starken bis starken Schmerzen – wenn eine orale Anwendung nicht angezeigt ist – angewendet. Weitere Indikationen sind die akute Behandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen mit oder ohne Aura sowie Fieber; vorausgesetzt eine sofortige Temperatursenkung ist erforderlich und eine orale Gabe nicht angezeigt.

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