Delta-Variante: Eine Gefahr für Schwangere?

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Berlin -

Schwangere gelten als besondere Patientengruppe, wenn es um Covid-19 geht. Neue Virusvarianten sorgen daher für Besorgnis. Dennoch wird die Impfung gegen Sars-CoV-2 von der Ständigen Impfkommission (Stiko) bislang nicht für alle schwangeren Frauen empfohlen. Verschiedene Studien zeigen jedoch, dass sie vor einer schweren Infektion mit der Delta-Variante schützen können – und, dass die Impfung von Schwangeren gut vertragen wird.

Bislang herrscht Zurückhaltung bei der Impfung von Schwangeren. Zunächst wurden sie nur in Ausnahmefällen geimpft – nämlich nur dann, wenn Vorerkrankungen mit einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung vorliegen. Im Mai weitete die Stiko ihre Empfehlung aus: Seitdem sollen auch Schwangere mit „einem erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände“ die Impfung erhalten. Eine generelle Empfehlung gibt es von Seiten der Stiko jedoch nach wie vor nicht.

Ohne Impfschutz sorgen sich viele Schwangere vor einer Ansteckung – grade mit der aktuell vorherrschenden Delta-Variante, die als besonders riskant gilt und für viele schwere Verläufe verantwortlich ist. Denn eine Infektion mit Sars-CoV-2 kann verschiedene Risiken für Mutter und Kind mit sich bringen wie Frühgeburten oder eine Präeklampsie.

Impfung kann Schwangere und ihr Kind schützen

Eine Studie aus England hat kürzlich indirekt den Nutzen der Schutzimpfung für Schwangere herausgestellt: Dort steigt der Anteil ungeimpfter Schwangerer, die wegen einer Infektion mit der Delta-Variante hospitalisiert werden müssen. Für die Untersuchung wurden die Daten von knapp 3400 Schwangeren aus Großbritannien analysiert, die mit einer bestätigten Covid-Infektion von Beginn der Pandemie bis Mitte Juli stationär aufgenommen wurden. Der Großteil von ihnen war ungeimpft.

Es zeigt sich, dass Virusvarianten wie Alpha und Delta vermehrt zu problematischen Schwangerschaften geführt haben. Die Frauen erkrankten insgesamt schwerer: Während der ersten Welle erkrankten nur 24 Prozent der Frauen mittelschwer oder schwer. Die Alpha-Variante sorgte bei 36 Prozent für derart schwere Verläufe, bei Delta waren es sogar 45 Prozent. Viele entwickelten eine Lungenentzündung – Schwangere mussten vermehrt intensivmedizinisch behandelt oder sogar beatmet werden.

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