Mädchen oder Junge? Der Genetik auf der Spur

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Berlin - Ist die Schwangerschaft bestätigt, steht meist eine zentrale Frage im Raum, die sowohl Eltern wie auch Angehörige und Freunde brennend interessiert: Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Doch wie funktioniert das eigentlich mit dem Geschlecht und ab wann kann es vom Arzt bestimmt werden?

Auch wenn einige Wochen bis zur Geschlechtsbestimmung vergehen: Bereits bei der Befruchtung wird festgelegt, ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen wird. Bestimmt wird das Geschlecht durch den Vater. Denn die Eizelle der Mutter enthält immer ein weibliches X-Chromosom. Die Samenzelle hingegen kann entweder ein X-Chromosom oder aber ein männliches Y-Chromosom enthalten. Treffen Samenzelle und Eizelle aufeinander, wird schließlich das spätere Geschlecht festgelegt: Eine XX-Kombination wird ein Mädchen, XY hingegen bedeutet, es wird ein Junge.

Oft stellen Eltern sich die Frage, ob das Geschlecht vorab beeinflusst werden kann. So werden immer wieder verschiedene Sexstellungen, die Ernährung oder auch bestimmte Zeitfenster im fruchtbaren Bereich als Faktoren diskutiert. Bisher gibt es jedoch keine evidenzbasierten Nachweise dafür.

Ab wann kann das Geschlecht bestimmt werden?

Eine Geschlechtsbestimmung nimmt der Frauenarzt – sofern sie erwünscht ist – je nach Lage des Kindes ab der zwölften Schwangerschaftswoche vor: Zu diesem Zeitpunkt sind die äußeren Geschlechtsorgane ausgebildet. Ist die Bestimmung zu diesem Zeitpunkt nicht eindeutig, wird bei der zweiten regulären Ultraschalluntersuchung zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche das Geschlecht eindeutig ermitteln.

Auch wenn der Frauenarzt bereits vor der zwölften Woche das Geschlecht erkennen kann, so darf er es aus juristischer Sicht aufgrund §15 des Gendiagnostik-Gesetzes (GenDG) nicht mitteilen. Hintergrund ist, dass bis zur zwölften Woche ein straffreier Schwangerschaftsabbruch stattfinden kann. Durch das Gesetz soll verhindert werden, dass es lediglich aufgrund des „falschen“ Geschlechts zu Abbrüchen kommt.

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