Großbritannien

Novartis startet Direct-To-Pharmacy

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Der schweizerische Pharmakonzern Novartis stellt seinen Vertrieb in Großbritannien um und lässt seine Produkte ab August nur noch über die beiden Großhändler AAH (Celesio) und UniChem (Alliance Boots) an Apotheken und dispensierende Ärzte ausliefern. Damit setzt nach Pfizer, Sanofi-Aventis sowie AstraZeneca der vierte globale Pharmakonzern auf Direct-To-Pharmacy (DTP).

Das Unternehmen war sichtlich um verbale Schadensbegrenzung bemüht: Man werde weiterhin auf Großhändler setzen, nur eben die Vertragsbeziehungen „vereinfachen“. Zum 4. August macht Novartis daher AAH und UniChem, die Unternehmensangaben zufolge ohnehin bereits 80 Prozent der Produkte des Herstellers vertreiben, zu Exklusivpartnern.

„Wir haben auf unsere Kunden gehört und ein tieferes Verständnis für deren Bedürfnisse entwickelt“, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Welche Kunden und Bedürfnisse damit gemeint sind, war auf Nachfrage nicht zu erfahren.

Die Apotheken wurden aufgefordert, ihre Lieferverträge zu überprüfen. Britische Fachmedien zitierten AAH-Chef Mark James, der einen Wettbewerb zwischen den beiden Großhandelspartnern versprach. Wie UniChem will offenbar auch AAH ein neues Rabattmodell für die Novartis-Produkte auflegen.

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