Wenn Allergie und Maske die Stimme rauben

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Berlin - Endlich steigen die Temperaturen. Noch mitten im Lockdown erfreuen sich die meisten Menschen über die erste Kugel Eis, einen langen Spaziergang mit Sonnenbrille und die aufblühende Natur. Doch nicht nur der Frühling hält Einzug, sondern auch die Pollen. Für Allergiker kann das vor allem in diesem Jahr bedeuten, dass sich gewisse Symptome, wie Heiserkeit, verstärken. Denn nicht nur der Heuschnupfen, sondern auch das Masketragen kann die Heiserkeit verschlimmern.

Die Heiserkeit, von Medizinern als Dysphonie bezeichnet, ist keine eigenständige Krankheit, sondern wird eher als Symptom betrachtet. Sie äußert sich durch eine raue, belegte Stimme, die oft tiefer und leiser als gewohnt ist. Den Sprechvorgang nehmen Betroffene oft als anstrengend wahr. Zwar ist die Dysphonie als Begleiter eines grippalen Infektes wohl am bekanntesten, doch auch bei Heuschnupfen gehört das Symptom für viele Betroffene zum Alltag.

Bei einer Allergie kommt es zu einer überschießenden Immunreaktion. Hierbei werden verschiedene Immunzellen und Entzündungsstoffe freigesetzt werden. Durch Histamin & Co. kommt es unter anderem zur Reizung der Nervengefäße in den Schleimhäuten. Hiervon betroffen sind auch die Stimmbänder und das umliegende Gewebe. Darüber hinaus kann es zur Ausbildung von Ödemen, einer gesteigerten Nasensekretproduktion und einer generellen Weitstellung der Gefäße kommen.

In der Regel lässt sich eine Dysphonie gut in der Selbstmedikation behandeln. Durch die regelmäßige Einnahme von Antihistaminika nimmt die Symptomatik ab. In der Apotheke stehen mittlerweile mehrere Wirkstoffe zur Auswahl. Neben Cetirizin und Loratadin sind auch die beiden Wirkstoffe der „neueren Generationen“ der H1-Blocker mittlerweile rezeptfrei erhältlich: Desloratadin und Levoceitirizin sollen weniger müde machen. Dennoch sollten die Tabletten eher abends genommen werden, um die Problematik zu umgehen.

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