Grippeschutzimpfung: Einfluss auf Erkältungen?

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Berlin - Im Volksmund wird die „echte Virusgrippe“ noch immer häufig mit einer harmlosen Erkältung gleichgesetzt – Geimpfte beklagen oft, trotz Impfung krank zu werden. Daher gilt es Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und den Einfluss der Grippeschutzimpfung auf Erkältungen klarzustellen.

Während eine Erkältung von vielen verschiedenen Viren wie Rhino-, Adeno- und Coronaviren ausgelöst werden kann, wird die „echte Grippe“ nur durch die sogenannten Influenzaviren ausgelöst – und nur gegen diese schützt die Grippeschutzimpfung. Eine normale Erkältung mit Symptomen wie Halsschmerzen, Husten und Schnupfen kann man dennoch bekommen.

Die Grippeschutzimpfung muss jährlich wiederholt werden. Außerdem werden die Impfstoffe für jede Saison angepasst, da sich die kursierenden Grippestämme verändern: Es ist jedoch immer möglich, dass während der Grippesaison ein oder mehrere der empfohlenen Impfstämme nicht passen, weil sich zwischen Entwicklung und Verabreichung des Impfstoffes andere Grippevirus-Stämme durchgesetzt haben – die Schutzwirkung des Impfstoffs kann sich somit auch im Laufe einer Grippesaison noch verändern. Um jedoch ein möglichst großes Spektrum abzudecken, werden seit 2018 Vierfach-Impfstoffe empfohlen. Dennoch bietet die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz.

Am besten wird sie bereits im Herbst verabreicht, bevor die Erkältungssaison richtig startet. Denn ist man bereits durch eine herkömmliche Erkältung angeschlagen, sollte erst nach der Genesung geimpft werden. Wird ein früher Zeitpunkt verpasst, kann es dennoch sinnvoll sein auch zu einem späteren Zeitpunkt noch zu impfen. Nach der Impfung dauert es ungefähr 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig ist. Danach hält er sechs bis zwölf Monate – also die gesamte Grippesaison.

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