Urlaubszeit

Erkältung im Flugzeug Cynthia Möthrath, 31.07.2019 13:29 Uhr

Berlin - Sommerzeit ist Reisezeit: Viele Urlauber nutzen das Flugzeug, um ihr Reiseziel zu erreichen. Die Vorfreude auf die Auszeit vom Alltag ist groß: Doch was, wenn sich kurz von Reiseantritt Husten und Schnupfen ankündigen? Und warum ist man nach einem Flug häufig erkältet?

Die lang ersehnte Reise sagt man nur ungern ab. In den meisten Fällen spricht jedoch nichts dagegen, mit einer leichten Erkältung doch ins Flugzeug zu steigen. Wichtig ist, dass der Druckausgleich funktioniert. Denn die Druckunterschiede, die durch die Höhe beim Fliegen entstehen, muss der Körper kompensieren können. Das geschieht mithilfe der Ohren. Häufig macht sich der automatisch funktionierende Druckausgleich durch ein Knacken im Ohr bemerkbar. Durch Kau- und Schluckbewegungen wird so der Unterschied ausgeglichen, ohne dass es uns bewusst ist.

Bei einer Erkältung können jedoch die Schleimhäute anschwellen und die Nase kann verstopfen. Der Druckausgleich funktioniert dann unter Umständen nicht mehr automatisch. Dennoch lässt er sich häufig durch einige Tricks manuell herbeiführen: Durch Schlucken oder Gegenatmen bei zugehaltener Nase, wird das Knacken mechanisch herbeigeführt und der Druck ausgeglichen. Vor dem Flug sollte dies also unbedingt getestet werden, ob dies durchgeführt werden kann.

Funktioniert der Druckausgleich, steht dem Flug nichts im Wege. Es kann jedoch sein, dass sich Kopf- und Ohrenschmerzen während der Flugdauer einstellen. Wer zu Beginn des Fluges schon Schmerzen hat, muss mit einer Verschlimmerung rechnen. Die Dauer des Fluges ist übrigens nicht wichtig, da der größte Druckunterschied beim Start und der Landung zu Stande kommt. Ist der Druckausgleich behindert, kann es im Schlimmsten Fall zu Schäden im Innenohr kommen: Äderchen oder das Trommelfell können reißen und es kommt zu einem Barotrauma.

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