Weil einige Grippeimpfstoffe seit Mitte Dezember als „abverkauft“ gemeldet sind, darf der Hochdosisimpfstoff Efluelda (Sanofi) in italienischer Aufmachung in Verkehr gebracht werden. In der Folge wurde der Leitfaden für die Abrechnung von Schutzimpfungen gegen Grippe und das Coronavirus SARS-CoV-2 in der Apotheke im Rahmen der Regelversorgung und der Satzungsleistung aktualisiert.
Efluelda ist ein trivalenter Hochdosis-Spaltimpfstoff für Erwachsene ab 60 Jahren und kann zum 30. April mit italienischer Kennzeichnung hierzulande in Verkehr gebracht werden. Die italienische Ware umfasst sowohl 1er- als auch 10er-Packungen des Impfstoffs mit einer Verwendbarkeitsfrist bis April beziehungsweise Mai 2026. Der Impfstoff ist pharmazeutisch identisch mit dem in deutscher Sprache gekennzeichneten Produkt und unterscheidet sich ausschließlich in den Packmitteln. So sind beispielsweise die Kennzeichnung auf dem Spritzen-Etikett, in der Gebrauchsinformation sowie die Kennzeichnung der Faltschachtel in italienischer Sprache. Das PEI stellt die deutschsprachige Gebrauchsinformation auf seiner Webseite zur Verfügung, außerdem kann ein QR-Code auf der Faltschachtel gescannt werden, um zur deutschen Webseite zu kommen. Apotheken können folgende Packungen abrechnen:
Einzelpackung mit Kanüle
Zehnerpackung mit Kanülen
Italienische Ware für den Sprechstundenbedarf wird erst ab dem 1. Februar über die Warenwirtschaft unterstützt. Bis es so weit ist, sollen Apotheken den Preis nach Arzneimittelpreisberechnung wie folgt: Einkaufspreis + 1 Euro je Einzeldosis jedoch höchstens 75 Euro pro Verordnungszeile + Umsatzsteuer.
Anders sieht es bei der elektronischen Abrechnung in der Apotheke verimpfter italienischer Grippeimpfstoffe aus. Diese ist je nach Softwarehersteller bereits möglich.
Weil die Fallzahlen in der aktuellen Saison besonders hoch sind, ist die Bedeutung der Impfung umso größer, appelliert Sanofi. Dies gelte auch jetzt noch, weil die Saison noch bis zum Frühjahr andauern kann. Vor allem ältere Menschen sollten sich schützen, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Außerdem appelliert der Hersteller, die benötigten Impfstoffe für die kommende Saison 2026/27 bereits jetzt vorzubestellen, und zwar in hohen Mengen. „Nur so kann eine kontinuierliche und der Nachfrage entsprechenden Versorgung derer, die sich impfen lassen möchten, sichergestellt werden.“
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