aposcope-Befragung

2025: Die größten Ärgernisse

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Berlin -

Keine Honorarerhöhung, keine politischen oder juristischen Erfolge, keine Zukunftsimpulse für den Berufsstand: 2025 war für die Apothekenbranche ein verlorenes Jahr. So schätzen es die Apothekenteams selbst ein.

Für die eigene Apotheke war 2025 ein durchschnittliches Jahr, findet die Hälfte der Befragten (52 Prozent). 27 Prozent gaben eine positive Bewertung ab, 19 Prozent eine negative. Bei den Inhaberinnen und Inhabern war die Skepsis größer: Hier waren nur 16 Prozent zufrieden, 39 Prozent unzufrieden und 45 Prozent indifferent.

Deutlich ernüchternder ist die Einschätzung zur Lage der Branche. Hier sehen nur 9 Prozent der Befragten 2025 als gutes Jahr, unter den Inhaberinnen und Inhaber gab es hier keine einzige Stimme. Ein duchrschnittliches Jahr, finden 35 Prozent. Und 52 Prozent sehen 2025 als verlorenes oder katastrophales Jahr – unter den Inhaberinnen und Inhabern sind es 78 Prozent.

Die größten Ärgernisse:

  • Störungen/Ausfälle bei TI: 68 Prozent
  • Lieferengpässe: 65 Prozent
  • Jauch-Werbung: 64 Prozent
  • Retaxationen: 51 Prozent
  • dm-Ankündigungen zur Versandapotheke: 48 Prozent
  • Personalmangel: 47 Prozent
  • Chargendokumentation – Retaxrisiko: 43 Prozent
  • Rezeptur-Abrechnung: 39 Prozent
  • HiMi-Versorgung bei IKK classic: 39 Prozent
  • zeitaufwändige Beantragung des HBA: 22 Prozent

Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatten die Apothekenteams als größte Herausforderungen für 2025 Lieferengpässe (66 Prozent), Personalmangel (57 Prozent), Bürokratie (56 Prozent), Konkurrenz durch den Versandhandel (55 Prozent) und das zu geringe Honorar (49 Prozent) genannt.

Mehr Aufwand durch E-Rezept

Auch beim E-Rezept läuft längst noch nicht alles rund, hier werden viele Herausforderungen gesehen:

  • Rezept (noch) nicht mit eGK abrufbar: 62 Prozent
  • keine Erreichbarkeit der Praxen bei Rückfragen: 59 Prozent
  • Ausfall der TI: 55 Prozent
  • fehlende Freigabe/Signatur des E-Rezepts durch die Praxis: 55 Prozent
  • Freitext-Verordnung von Zahnärzt:innen 34 Prozent
  • Heilung von E-Rezepten: 26 Prozent
  • aufwendige Dokumentation 24 Prozent
  • fehlende Angaben auf E-Rezepten 21 Prozent
  • keine Vorbestellungen möglich: 19 Prozent
  • Umgang mit Rezepturen: 14 Prozent

An der aposcope-Befragung nahmen vom 12. bis 15. Dezember 355 verifizierte Apothekerinnen und Apotheker, PTA und PKA teil.

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