Pflegehilfsmittelpauschale erneut erhöht

, Uhr

Berlin - Eigentlich beträgt die Pflegehilfsmittelpauschale 40 Euro. Seit Anfang der pandemischen Lage wurde das Kontingent auf 60 Euro erweitert. Eigentlich sollte die Erhöhung Ende März enden, doch nun wurde der Betrag von 60 Euro monatlich beibehalten.

Die Pflegehilfsmittelpauschale soll der Finanzierung verschiedener Hilfsmittel zur täglichen Pflege dienen. Doch gerade zu Beginn der Pandemie war wenig Material für 40 Euro zu bekommen – die Preise waren explodiert. Hinzu kam der Mehrbedarf an Desinfektionsmitteln, Handschuhen & Co. Daher hatte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Pauschale im Mai rückwirkend zum 1. April auf 60 Euro angehoben. Die zunächst bis Ende September befristete Regelung war zunächst bis Ende Dezember, später bis Ende März 2021 verlängert worden. Nun wurde dem erhöhten Betrag von 60 Euro weiterhin stattgegeben, vorerst bis Jahresende.

Grundlage für die erneute Verlängerung ist das neue „Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen (EpiLageFortgG)“ vom 29. März 2021. Somit haben alle Pflegebedürftige, die zu Hause gepflegt werden, in Wohngemeinschaften oder betreutem Wohnen leben und mindestens Pflegegrad 1 haben, Anspruch auf bestimmte Pflegehilfsmittel zum Verbrauch und somit Anspruch auf eine Kostenerstattung in Höhe von 60 Euro.

Was zählt eigentlich, neben Isopropanol und Handschuhen, zu den sogenannten Pflegehilfsmitteln? Beispielsweise fallen auch technische Hilfsmittel wie Pflegebetten oder Pflegebetttische unter den Begriff Pflegehilfsmittel. Diese Hilfsmittel sind jedoch nicht abrechnungsfähig über die Pauschale. Die Pflegehilfsmittelpauschale richtet sich nur an zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel. Also Handschuhe, Desinfektionsmittel für Oberflächen und Haut, Fingerlinge, saugende Unterlagen oder Schutzschürzen zum Einmalgebrauch.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
App-Lösungen für digitale Verodnungen
eRixa-Kooperation: E-Rezept jetzt schon bundesweit»
„Anwenderpraxis“ von eHealth-Tec
Scanacs kooperiert mit Tochter von Zur Rose»
Venlo liegt in der „Fokusregion Berlin-Brandenburg“
E-Rezept-Einführung: Shop-Apotheke ist dabei»
Ärzt:innen sollen wie vor sechs Wochen bestellen
Mengen beachten: Zweitimpfung muss zu Erstimpfung passen»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Apotheken nach hinten priorisiert»
Akne, Neurodermitis & Co.
Welchen Einfluss hat der pH-Wert?»
Hormone, Schwangerschaft & Co.
Dehnungsstreifen: Irreparable Hautschäden»
Ausschlag ohne eindeutige Ursache
Update: Dyshidrose»
Copyright © 2007 - 2021, APOTHEKE ADHOC ist ein Dienst der EL PATO Medien GmbH / Pariser Platz 6A / 10117 Berlin Geschäftsführer: Patrick Hollstein, Thomas Bellartz / Amtsgericht Berlin Charlottenburg / HRB 204 379 B