Packungsgrößenverordnung

Neue Messzahlen für neue Arzneimittel

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Berlin -

Sieben verbindliche Änderungen zur Anlage 1: Die Neuerungen der Packungsgrößenverordnung (PackungsV) betreffen neu zugelassene Wirkstoffe wie die monoklonalen Antikörper Benralizumab und Ocrelizumab sowie das Antidot Naloxon.

Die Änderungsdatei der Anlage 1 sieht Ergänzungen in den Abschnitten 1 (abgeteilte orale Darreichungsformen), 4 (abgeteilte Darreichungsformen zur Injektion oder Infusion) sowie 6 (spezielle Darreichungsformen und andere Besonderheiten) vor. In Abschnitt 1 wird unter dem Punkt Urologika um Natriumpentosanpolysufat erweitert. Für die Hartkapseln zur Behandlung von chronischen mittelstarken bis starken Blasenschmerzen, Harndrang und Miktionshäufigkeit bei Erwachsenen, deren Beschwerden auf Glomerulation oder Hunner-Läsionen zurückzuführen sind, gelten folgende Normbereiche: N1 = 30, N2 = 90 und N3 = 300 Einheiten. Pfleger hat mit Elmiron ein entsprechendes Fertigarzneimittel am Markt.

In Abschnitt 4 werden fünf Ergänzungen vorgenommen. Darunter ist Benralizumab, das als Add-on-Erhaltungstherapie bei eosinophilem Asthma eingesetzt wird. AstraZeneca hat für Fasenra im Januar die EU-Zulassung erhalten. Für die Injektionslösung gilt N1 = 1 Einheit. Für das Dematikum Dupilumab, enthalten in Dupixent von Genzyme, gelten die Normbereiche: N1 = 2 Einheiten und N3 = 6 Einheiten. Der Wirkstoff wird zur Behandlung der atopischen Dermatitis eingesetzt.

Ocrevus (Ocrelizumab, Roche) hat zur Behandlung der Multiplen Sklerose im Januar die EU-Zulassung erhalten und ist jetzt auf den Markt gekommen. Für den Hoffnungsträger gilt folgende Messzahl: N1 = 2 Einheiten. Das Arzneimittel fällt unter die Kategorie Immunmodulatoren zur Behandlung der MS, für die N3 = 28 Stück festgelegt ist.

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