Retaxfalle

Nachweispflicht der Nichtverfügbarkeit

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Berlin -

Nicht erst seit der Pandemie kommt es bei einigen Arzneimitteln immer wieder zu Lieferschwierigkeiten. Aktuell können Apotheken aufgrund der bis Mai geltenden Sars-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung einige Sonderregeln bei vorliegender Nichtverfügbarkeit nutzen. Dass diese tatsächlich am Tag der Bestellung bestand, muss die Apotheke nachweisen.

Bei der Nichtverfügbarkeit eines Arzneimittels muss der/die Kund:in die Apotheke nicht zwangsläufig mit leeren Händen verlassen. Durch einige Sonderregelungen, die in der Sars-CoV-2- Arzneimittelversorgungsverordnung festgehalten sind, kann die Apotheke alternative Arzneimittel abgeben.

Der Rahmenvertrag definiert, wann ein Arzneimittel „nicht verfügbar“ oder „lieferfähig“ ist. Genaue Zeitangaben fehlen.

  • Nicht verfügbar: Ein Arzneimittel ist dann nicht verfügbar, „wenn es innerhalb angemessener Zeit nicht beschafft werden kann.“
  • Lieferfähig: Ein Arzneimittel ist dann lieferfähig, wenn das Arzneimittel „bei vollversorgenden Arzneimittelgroßhandlungen gemäß § 52b AMG vorrätig bzw. von diesen vom pharmazeutischen Unternehmer beziehbar“ ist.

Dokumentation der Nichtverfügbarkeit

Die Art der Dokumentation der Nichtverfügbarkeit ist im Rahmenvertrag festgehalten. Die Sonder-PZN 02567024 wird dabei entweder mit dem Faktor 2 (Rabattarzneimittel nicht lieferbar), dem Faktor 3 (die vier preisgünstigsten Arzneimittel oder preisgünstigen Importarzneimittel sind nicht lieferbar) oder dem Faktor 4 (das Rabattarzneimittel und die vier preisgünstigsten Arzneimittel sind nicht lieferbar oder das Rabattarzneimittel und das preisgünstigste Importarzneimittel sind nicht lieferbar) auf der Verordnung dokumentiert.

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