BtM: Wirkstoffhaltige Pflaster

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Nicht alle Wirkstoffe eignen sich für die dermale Applikation. Die physikalisch-chemischen Eigenschaften der Substanz spielen bei der Auswahl der Darreichungsform eine besonders große Rolle. Je kleiner das Wirkstoffmolekül, desto besser kann es die Haut durchdringen. Die Applikation von transdermale Darreichungformen geht zudem mit der Vermeidung des First-Pass-Effekts einher, die Substanz liegt am Wirkort unverändert vor. Damit der Wirkstoff gleichmäßig über mehrere Stunden bis Tage aufgenommen werden kann, sollte bei Der Auswahl der Hautstellte auf einige Punkte geachtet werden.

Die Haut muss intakt sein. Stellen, die Wunden oder Hautreizungen aufweisen sollten nicht für die Applikation gewählt werden. Als gut geeignet haben sich die Brust, der äußere Oberarm oder die obere Rückenpartie erwiesen. Wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, der sollte sich bei der Klebung auf der Rückseite von einer weiteren Person unterstützen lassen. Die Pflaster sind einzeln in Peel-Packungen verschweißt. Nach dem Öffnen kann das Pflaster auf die saubere und weitestgehend fettfreie Haut aufgeklebt werden. Nach dem Entfernen einer eventuell vorhandenen Schutzfolie (Gebrauchsinformation beachten) kann das Pflaster mit der flächigen Hand gleichmäßig für bis zu 30 Sekunden angedrückt werden. Duschen, Baden und sogar Schwimmen ist mit den meisten Pflastern möglich. Nur zu heiß sollte das Wasser nicht sein. Das kann zum einen die Durchblutung der Haut zu sehr steigern, zum anderen kann die Klebeleistung nachlassen.

Keine Vorgaben zur konkreten Entsorgung

Eine gesetzliche Regelung zur Entsorgung der TTS gibt es nicht. Empfohlen wird eine sachgemäße und kindersichere Entsorgung nach dem Pflasterwechsel. In der Toilette sollten sie nicht landen. Patienten sollten das Pflaster in der Mitte nach innen so falten, dass die Klebeflächen aufeinander kleben. Anschließend kann das alte Pflaster in der Folie des neuen entsorgt werden. Die Pflaster wandern dann so oder in einem Kanüleneimer in den Hausmüll. Ein Blick in die Packungsbeilage liefert Hinweise für die richtige Entsorgung.

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