BtM: Retoure, Weitergabe, Empfang

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Berlin -

Nicht nur an BtM-Rezepte, sondern auch an den Verkehr sind besondere Vorgaben gestellt. So sind Binnenhandel, Weitergabe und Retoure klar geregelt. Wir haben einige Fragen und Antworten zum Abgabe-Belegverfahren, dem Empfang, der Retoure und der Weitergabe an Nachfolger und Verbundapotheken zusammengestellt.

Was ist das Abgabe-Beleg-Verfahren?
Erreicht ein BtM die Apotheke, liegt dem Arzneimittel ein amtliches Formblatt bei. Dieses besteht aus vier Teilen: Abgabemeldung, Empfangsbestätigung, Lieferschein und Lieferscheindoppel. Alle Blätter müssen vom Lieferanten – Großhandel, Hersteller oder Filialverbundapotheke – identisch ausgefüllt sein. Welche Angaben gemacht werden müssen, schreibt die Betäubungsmittel-Binnenhandelsverordnung (BtMBinHV) in § 2 vor.

Übereinstimmend müssen die siebenstellige BtM-Nummer, Name oder Firma und Anschrift des Abgebenden und des Erwerbers, achtstellige PZN, Bezeichnung des BtM, Anzahl der Packungseinheiten, Packungseinheiten gemäß PZN, Darreichungsform und Gewicht des enthaltenen reinen Stoffes in mg je abgeteilter Form, je Packungseinheit oder Gewichtsvomhundertsatz sowie das sechsstellige Abgabedatum und Unterschrift des Abgebenden mit Kugelschreiber oder in elektronischer Form angegeben werden.

Der Lieferschein bleibt in der Apotheke, die Empfangsbestätigung geht an den Lieferanten zurück. Beide Formulare müssen drei Jahre aufbewahrt werden. Das Lieferscheindoppel verbleibt solange beim Lieferanten, bis dieser die Empfangsbestätigung zurückbekommen hat und wird dann – sofern dieses nicht korrigiert wurde – vernichtet. Die Abgabemeldung dient der Übermittlung an die Bundesopiumstelle.

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