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Neue BAK-Arbeitshilfen zur Datenspeicherung

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Berlin -

Die Bundesapothekerkammer (BAK) hat neue Arbeitshilfen zur Speicherung patientenbezogener Daten in Apotheken veröffentlicht. Es handelt sich um Beispielvordrucke für Datenschutzbelege. Diese muss das Apothekenpersonal von ihren Patienten unterschreiben lassen, bevor personenbezogene Daten im System gespeichert werden dürfen. Nicht nur im Rahmen einer Kundenkarte, sondern auch in den Bereichen Ernährungsberatung, Heimversorgung, Neuverpackung, Medikationsanalyse und Versandhandel, kann eine entsprechende Einwilligungserklärung nötig werden.

Die Speicherung von sensiblen Patientendaten in der Apotheke unterliegt den Datenschutzgesetzen des Bundes und der Länder. Nur nach Zustimmung darf das pharmazeutische Personal Daten im System hinterlegen. Dazu muss der Patient eine Einwilligungserklärung unterschreiben. Ein entsprechendes Muster gibt es seit heute in aktualisierter Form auf der Webseite der ABDA.

Die Arbeitshilfe nennt sich „Einwilligungserklärung zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung arzneimittelbezogener und gesundheitsbezogener Daten des Patienten bzw. Kunden in der Apotheke“ und ist in sechs verschiedenen Ausführungen – je nach Bedarfsgebiet – verfügbar. Bereitgestellt werden Datenschutzbelege für die Bereiche Ernährungsberatung, Heimversorgung, Medikationsanalyse und Versandhandel sowie eine allgemeine Version für den Offizinbetrieb und eine Version für die „manuelle Neuverpackung von Fertigarzneimitteln für bestimmte Einnahmezeitpunkte“.

Die Einwilligungserklärung erlaubt die Speicherung von gesundheitlichen Daten zum besagten Zweck. Außerdem entbindet sie Arzt und Apotheker von ihrer Schweigepflicht, wenn ein gegenseitiger Austausch nötig werden sollte. Patienten können jederzeit Einsicht in ihre Daten verlangen oder die Einwilligungserklärung widerrufen. Die BAK-Empfehlungen sollten in jedem Fall an die individuellen Bedürfnisse und Leistungen der eigenen Apotheke angepasst werden. Vor allem zu beachten ist die Zweckgebundenheit der Einverständniserklärung. Ist zum Beispiel das Versenden von Geburtstags- und Weihnachtskarten geplant, muss dies explizit im unterschriebenen Vordruck vermerkt sein.

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