Achtung bei BtM im Gepäck

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Berlin - Mit Beginn der Herbstferien werden wieder die Reiseapotheken aufgefüllt. Für Patienten, die Betäubungsmittel (BtM) einnehmen, muss bei Auslandsreisen Einiges beachtet werden. Woran gedacht werden muss und welche Dokumente mitgeführt werden müssen, hängt vom Reiseziel ab. Hier ein Überblick.

Wer ins Ausland reist, darf BtM nur für den eigenen Bedarf mitnehmen, eine beauftragte Person ist nicht berechtigt. Der Arzt darf entsprechende Präparate nach den Vorgaben der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) für einen Bedarf von bis zu 30 Tagen verordnen. Patienten dürfen dann den für die Reisedauer angemessenen Bedarf in das Urlaubsland einführen.

Reisende in die Mitgliedsstaaten des Schengener Raums (Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn) benötigen eine vom Arzt ausgefüllte Bescheinigung, die nach Artikel 75 des Durchführungsübereinkommens festgelegt und mitzuführen ist. Für jedes verschriebene BtM ist eine gesonderte Bescheinigung erforderlich, die vor Reiseantritt von der zuständigen Landesbehörde aufgrund der ärztlichen Verschreibung beglaubigt werden muss. Die Gültigkeit des Dokumentes beträgt maximal 30 Tage.

In den einzelnen Bundesländern sind unterschiedliche Behörden für die Beglaubigung zuständig. In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen sind die einzelnen Gesundheitsämter mit der Beglaubigung betraut. In Berlin ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) zuständig, in Brandenburg das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit – Abteilung Gesundheit in Zossen, in Bremen die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit der Freien Hansestadt Bremen und in Hamburg das Fachamt beziehungsweise Dezernat Gesundheit beim Bezirksamt. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen übernehmen die Kreise und kreisfreien Städte die Beglaubigungen. In Sachsen-Anhalt ist das Landesverwaltungsamt in Halle zuständig, in Schleswig-Holstein die öffentlichen Gesundheitsdienste und Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte. In Thüringen kümmert sich das Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit um das Anliegen.

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