Wochenbettdepression

Vom Tief nach der Geburt Alexandra Negt, 13.11.2019 15:07 Uhr

Berlin - Jede zweite Frau, die entbunden hat, leidet unter einer depressiven Verstimmung. Diese kann bis zu zwei Wochen andauern. Weinen, Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit treten in dieser Zeit gehäuft auf. Bleiben die Symptome länger bestehen oder kommen weitere Beschwerden hinzu, so sollten diese ärztlich abgeklärt werden. 

Rund 15 Prozent aller Frauen entwickeln nach der Geburt eine postpartale Depression (PPD), die auch als Wochenbettdepression bezeichnet wird. Ungefähr einen Monat nach der Entbindung zeigen sich charakteristische Symptome wie gedrückte Stimmung, Appetitverlust, Schlafstörungen, erhöhte Müdigkeit, Wertlosigkeits- und Schuldgefühle und verminderte Konzentration. In extremen Fällen leiden die Frauen unter Suizidgedanken. Bestehen die Symptome über einen Zeitraum länger als zwei Wochen, so gilt die Diagnose PPD als gesichert.

Die Symptome einer Wochenbettdepression werden oft sehr spät erkannt. Frauen verschweigen häufig ihre Symptome aus Scham, Schuldgefühlen oder Angst. Werden diese vom sozialen Umfeld, Gynäkologen oder Kinderarzt nicht erkannt, können schwerwiegende Komplikationen bei Mutter und Kind auftreten. Die Nichtbehandlung ist mit Chronifizierung der Symptomatik verbunden. Beim Neugeborenen können Bindungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten die Folge sein. Darüber hinaus können sich Störungen der emotionalen und kognitiven Entwicklung manifestieren.

Als Risikofaktoren für eine PPD gelten psychische Erkrankungen in der Vorgeschichte sowie traumatische Erlebnisse und Vernachlässigung in der eigenen Kindheit. Übermäßige Stressbelastungen in der Schwangerschaft und eine traumatische Geburt werden als mögliche Auslöser diskutiert. An der Entstehung sind neurochemische, hormonelle und psychosoziale Faktoren beteiligt.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Markt

Pharmadienstleister

Diapharm ohne Sibbing»

Digitalkonferenz

Letzte Chance: Bewerbungsfrist für VISION.A Awards verlängert»

Sportsponsoring

Noventi Open für weitere drei Jahre»
Politik

Abrechnungsdaten

Spahn: Daten können Menschen heilen»

Podcast WIRKSTOFF.A

Die Glaubensfrage in der Apotheke»

LAK Hessen

Funke als Kammerpräsidentin wiedergewählt»
Internationales

Lungenschäden

E-Zigaretten: Zahl der Toten steigt»

Neuer SARS-Auslöser

Unbekannte Lungenkrankheit – wahrscheinlich Corona-Viren»

Großbritannien

Einbrecher wollen Arzneimittel klauen – und vergiften sich»
Pharmazie

Bericht

WHO bemängelt geringen Nutzen neuer Antibiotika»

Omega-3-Präparate

Zodin nicht mehr auf Rezept»

AMK-Meldung

Missbrauchspotenzial: Cannabis in der Apotheke»
Panorama

China

Lungenkrankheit: Ausmaß größer als erwartet»

Verwirrende Bezeichnung

Münchner Apotheke: Homöopathie und Drogen»

Kontakt zum Vater wichtig

Kinder leiden bei Scheidung auch gesundheitlich»
Apothekenpraxis

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Kompromiss zum RxVV»

Apothekenregister

Betriebserlaubnis: Apotheker schreibt an Spahn»

Undine-Apotheke Neukölln

Religiöse Bedenken: Apotheker darf Pille danach verweigern»
PTA Live

Völkerschule Osnabrück

Individueller Wiedereinstieg für PTA»

NRF-Ergänzungslieferung

Neue und geänderte Rezepturen»

Ab 2023 in Kraft

PTA-Reform im Bundesgesetzblatt»
Erkältungs-Tipps

Erste Erkältungsanzeichen

Darum lohnt es sich früh zu handeln»

Erkältungssymptome

Erste Erkältungs-Etappe: Trockener Husten»

Kostenübernahme

Erstattungsfähigkeit von pflanzlichen Arzneimitteln»
Magen-Darm & Co.

Krebserkrankungen

Magenkrebs: Wenn die Mitte des Körpers erkrankt»

Von fremden Bakterienstämmen profitieren

Stuhltransplantation: Chancen für Kolitis-Patienten»

Magen-Darm-Beschwerden

Diarrhoe: Zuckeraustausch mit Folgen»
Kinderwunsch & Stillzeit

Erkältet in der Schwangerschaft

Der gewisse Push für das Immunsystem»

Schwangerschaftsrisiken

Eileiterschwangerschaft: Gefährliche Fehleinnistung»

Fitness in der Schwangerschaft

Mit Pilates durch die Schwangerschaft»