In immer mehr Apotheken werden die Preise an den Produkten in der Sicht- und Freiwahl digital angegeben. Doch nicht überall sind manuelle Preisauszeichner oder -schilddrucker aus dem Arbeitsalltag verschwunden. Wer die Preise elektronisch anzeigen will, muss zunächst investieren, profitiert dann jedoch von mehreren Vorteilen.
In Supermärkten und Drogerien sind digitale Preisauszeichnungen vielerorts Standard. In Apotheken werden die digitalen Alternativen immer beliebter. Denn konventionelle Preisauszeichnungen gelten als zeitaufwändig und fehleranfällig.
In einer Kölner Apotheke möchte der Inhaber die Umstellung nicht mehr missen: „Ich wollte eine moderne Lösung haben, die uns sehr viel Arbeit abnimmt“, sagt er. Der Apotheker suchte eine Alternative für klassische Preisetiketten. Die Kundschaft kann sehen, ob ein Produkt reduziert ist. Die Kundinnen und Kunden nähmen die Nachlässe besser wahr, da dargestellt sei, wie hoch die Ersparnis zum UVP ist, sagt er.
Auch die Mitarbeitenden profitieren. „Ich bin froh, dass uns dieser Arbeitsaufwand nicht mehr auf die Füße fällt.“ Doch nicht nur die gesparte Arbeitszeit ist ein Thema. „Wir finden alle, dass es sehr viel besser aussieht.“ Die Darstellung der Produkte wirke viel professioneller und moderner.
Insgesamt entstehe eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, da Arbeitszeit gespart und diese in andere Tätigkeiten investiert werde. Zunächst müsse jedoch das System umgestellt und in eine Technik investiert werden. Auf dem Markt gibt es verschiedene Firmen, die eine automatisierte Anbindung an die Warenwirtschaftssysteme anbieten.
Eine davon ist Apomarkt. Geschäftsführer Robert Fries zufolge sind maximal 20 Prozent der Apotheken mit digitalen Preisauszeichnungen ausgestattet. Gerade bei größeren Betrieben sei es ein großes Thema, sagt er. „Digitale Preisauszeichnen liefern einen klaren Prozess für Apotheken, der alle Fehler ausmerzt.“ Dadurch gehörten Fehlauszeichnungen oder etwa gar keine Auszeichnungen zur Vergangenheit. Die Fehlerquote sinke und es werde Geld gespart.
Die Anfangsinvestition beziffert Fries auf etwa 5000 bis 6000 Euro – je nach Betriebsgröße. Inbegriffen sei eine komplette Installation durch den Anbieter. Im ersten Jahr seien die Kosten steuerlich absetzbar.
Ein Vorteil von sogenannten elektronischen Preisschildern (Electronic Shelf Label, ESL) ist, dass Umzeichnungsarbeiten digital und direkt ausgeführt werden. Die Preise sind also innerhalb von Sekunden automatisiert und wenn gewünscht standortübergreifend auf die neue Preisstrategie angepasst. An Aktionstagen etwa kann der Fokus auf eine Marke oder ein Sortiment gelegt werden. Die Preise der Produkte werden für die Aktion angepasst. Das Kleben, Drucken oder Schneiden entfällt – und mehr Zeit für Beratung entsteht.
In dieser Folge unserer Videoreihe geht es um Prozess-Optimierung: Wie lassen sich Bestellprozesse in Apotheken effizienter gestalten – wirtschaftlich, praxistauglich und softwaregestützt? Mit dieser Frage beschäftigt sich PKA Anja Löst.
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Transkripte der 5-teiligen Videoreihe
Teil 1 “Handelsspannenausgleich”
Teil 2 “Bestellprozesse”
Teil 3 "Bestellungen bündeln"
Teil 4 “Wirtschaftlich bestellen”
Teil 5 “Kommunikation am HV”

