Silvesternacht

Knalltrauma zum Jahreswechsel vermeiden dpa/APOTHEKE ADHOC, 31.12.2019 09:47 Uhr

Berlin - Haustierbestitzer wissen, wie laut die Silvesternacht selbst innerhalb der eigenen vier Wände sein kann. Viele Bürger gehen zu Mitternacht vor die Tür und feiern den Jahreswechsel mit selbst entzündeten Feuerwerkskörpern. Um Punkt Null Uhr können auf der Straße höhere Dezibel-Werte erreicht werden als in einem Techno-Club – das menschliche Ohr braucht in dieser Situation besonderen Schutz.

Der Jahreswechsel kann zu einer Belastungsprobe für das Gehör werden. Knaller, Böller und Feuerwerk können Lärm zwischen 120 und 145 Dezibel (dB) erzeugen, Technomusik bis zu 110 dB. Ab 85 dB ist Lärm für unser Gehör schädlich, und es wird empfohlen, Gehörschutz zu tragen. Im beruflichen Umfeld ist dies gemäß der Lärm-Arbeitsschutzverordnung sogar verpflichtend. Lärm kann schaden, wenn er dauerhaft auf das Gehör einwirkt, aber auch wenn plötzliche Lärmereignisse auftreten, wie zum Beispiel ein Silvesterböller, der nah am Menschen landet. Dann kann es zu einem sogenannten Knalltrauma kommen.

Knalltrauma

Ein Knalltrauma ist eine Verletzung der Sinneszellen im Innenohr. Lautstärken, die ein solches Trauma hervorrufen können, belaufen sich auf mindestens 140 dB. Eine Lärmeinwirkung über ein bis drei Millisekunden reichen aus, um die Haarzellen im Corti-Organ im Innenohr zu schädigen. Der hohe Druck der Schallwelle löst eine Stoffwechselstörung der Haarzellen aus, die wiederum zu Sauerstoffmangel und der Bildung freier Radikaler führt. Es kann auch eine rein mechanische Störung auftreten. Dabei fühlt sich das Ohr wie „verstopft“ an, ein Knalltrauma kann Tinnitus, einen Hörverlust oder eine Geräuschüberempfindlichkeit zur Folge haben. Wer vorsorgen möchte, besorgt sich für den Jahreswechsel Gehörschutz.

Die Europäische Union der Hörakustiker (EUHA) hat eine neue Informationsbroschüre mit dem Titel „Gehör schützen – Lebensqualität erhalten“ veröffentlicht. Sie gibt Auskunft über Lärmquellen in Beruf und Freizeit und stellt moderne Gehörschutzvarianten für jeden Bedarf vor. EUHA-Präsidentin Beate Gromke weiß: „Gehörschutz ist wichtig und zwar in jedem Alter, denn die feinen Haarzellen im menschlichen Ohr wachsen nicht nach. Sie sind aber notwendig, um die mechanischen Schallreize zum Hören in Nervenreize umzuwandeln. Hörakustiker sind Experten für Gehörschutz und können verschiedene Varianten für jeden Bedarfanbieten.“ Zudem kann es helfen, Abstand zu den Knallkörpern zu halten oder auf Leuchtfeuerwerke zurückzugreifen. Dann beginnt das neue Jahr entspannt – auch für die Ohren.

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