Studie

Wenig Apotheker in Deutschland

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Das deutsche Gesundheitssystem schneidet im europäischen Vergleich je nach Indikator unterschiedlich gut ab. So belegt Deutschland unter den 15 untersuchten Staaten der Europäischen Union (EU) in der Kategorie Gesundheitspersonal nur Platz 12 bei den Apothekern. In Belgien, Finnland und Spanien gibt es nach der Studie die meisten Apotheker pro Einwohner.

Über die Apothekendichte sagt diese Statistik allerdings nichts aus: Bei der Bewertung des deutschen Apothekenmarktes werden auch die PTA nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse seien immer vor dem Hintergrund der verschiedenen Systeme zu interpretieren, sagte ein Sprecher der Firma für Systemforschung Basys gegenüber APOTHEKE ADHOC. Im Auftrag der Bundesgesundheitsministeriums hat Basys einen Zehnjahresvergleich von 1994 bis 2004 durchgeführt.

Die Gesundheitsausgaben pro Kopf liegen hierzulande bei 2608 Euro, innerhalb der EU ist dieser Wert nur in Luxemburg, Österreich und Frankreich höher. Mit 12 Prozent liegt die Zuzahlung deutscher Patienten laut Studie im unteren Mittelfeld. Die Arztdichte ist im Vergleich mit anderen EU-Staaten noch immer hoch: In Deutschland gibt es 352 Ärzte pro 100.000 Einwohner, im EU-Durchschnitt sind es 320. In puncto Arztdichte von Hausärzten landet Deutschland auf dem siebten Rang, bei der Versorgung mit Fachärzten an zweiter Position. Noch gravierender ist das Verhältnis von Fachärzten (1.) zu Allgemeinmedizinern (15.) allerdings in Großbritannien.

Sehr gut schneide die Bundesrepublik bei der Versorgung mit Krankenhausbetten ab, berichtet der Basys-Sprecher. Während die Angebote an Krankenhaus- und Akutbetten überdurchschnittlich ist, liegt die Bettenauslastung allerdings im europäischen Mittelmaß.

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