Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos stellte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die zentralen Vorhaben für ein innovationsfreundliches und wettbewerbsfähiges Gesundheitssystem vor. Neben den Herausforderungen für das Gesundheitssystem, wie dem demografischen Wandel oder dem Fachkräftemangel, fordere die geopolitische Situation entschlossenes Handeln.
„Es ist unsere Aufgabe, Antworten auf zentrale Herausforderungen wie den demografischen Wandel und Fachkräftemangel zu geben. Zugleich erfordern geopolitische Entwicklungen unser entschlossenes Handeln“, betonte die Ministerin.
Deutschland habe sich bereits auf den Weg gemacht: „Mit Reformen für die Primär- und Notfallversorgung gehen wir den nächsten Schritt hin zu einem resilienten und effizienten Gesundheitssystem. Ebenfalls werden wir unser Gesundheitssystem besser auf Krisenszenarien vorbereiten. Wir wissen: Investitionen in die Gesundheit sind Investitionen in gesellschaftliche Stabilität und wirtschaftlichen“, erklärte Warken weiter.
Neben ihrem Beitrag zur Podiumsdiskussion über globale Gesundheitsinvestitionen traf die Bundesgesundheitsministerin in Davos auch den WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus sowie Vertreter führender Pharmaunternehmen. Die Ministerin habe sich dabei zum Multilateralismus und der Schlüsselrolle der WHO für die internationale Verständigung jenseits bilateraler Alleingänge bekannt.
Themen des Gesprächs mit Tedros seien zudem die Förderung von Maßnahmen gegen Antibiotikaresistenzen und eine Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Pharma- und Medizintechnikstandorts gewesen. Dazu habe sich die Ministerin anschließend zudem mit globalen Pharma- und Medizintechnikunternehmen ausgetauscht und für Investitionen in die deutsche Forschungslandschaft sowie Produktionskapazitäten geworben.
Dabei seien auch innovationsfördernde Anreize in der europäischen Pharma-Gesetzgebung und Forderungen nach schnelleren Zulassungsverfahren diskutiert worden, die seitens der Bundesregierung im Rahmen des Pharma- und Medizintechnikdialogs evaluiert würden.
APOTHEKE ADHOC Debatte