Schweinegrippe

Taubert: Apotheken müssen lieferfähig bleiben

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In der Debatte um die Verwertung des Impfstoffs gegen die Schweinegrippe pocht Thüringens Gesundheitsministerin Heike Taubert (SPD) auf den Erhalt der Lieferfähigkeit: Taubert hält die Bereitstellung von Pandemrix durch die Apotheken nach wie vor für notwendig: „Wir erwarten im Februar und März noch eine dritte Welle der Schweingrippe“, sagte die Ministerin. Allerdings strebt auch Taubert angesichts der Überkapazitäten die Rücknahme oder den Weiterverkauf von Impfdosen an.

Um bei Pandemien handlungsfähiger zu sein, regte Taubert die Entwicklung eines Stufenplans an, mit dem besser auf die Entwicklung der Erreger reagiert werden könne. Dann könne auch anders mit den Herstellern verhandelt werden.

Taubert hatte bereits zuvor die Einkaufspolitik beim Impfstoff kritisiert. „Da hat die Bundesregierung die Länder erst gedrängt, möglichst viel Impfstoff zu bestellen, und als es Kritik gab, die Schuld den Länder zugeschoben. Da fühle ich mich schon veralbert.“ In künftigen Fälle müsse im Vorfeld geklärt werden, wer den Impfstoff bestellt und bezahlt und dann auch dafür die Verantwortung übernimmt.

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