Arzneimittelausgaben

Regierung zufrieden

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Vier Monate nach Einführung des GKV-WSG klopft sich die Bundesregierung selbst auf die Schulter: „Selten hat eine Gesundheitsreform so schnell gewirkt. Die Maßnahmen bringen spürbare Vorteile für die Versicherten“, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers-Merk.

Die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen seien nach vorläufigen Zahlen der Apothekerverbände im ersten Halbjahr 2007 ohne Berücksichtigung der Mehrwertsteuer nur um rund 3 Prozent gestiegen. Die Regierung geht davon aus, dass diese Steigerung ohne das GKV-WSG dreimal so hoch gewesen wäre. Deutschland habe im Vergleich zu seinen größeren Nachbarstaaten deutlich niedrigere Ausgabensteigerungen in den letzten Jahren verzeichnet, wie aktuelle OECD-Gesundheitsdaten 2007 zeigten.

Die Apothekerschaft begrüßte die Reaktion der Bundesregierung auf die jüngsten positiven Entwicklungen bei den Arzneimittelausgaben. Die rund 21.500 deutschen Apotheken hätten mit dem gesenkten Fixhonorar von 5,80 Euro zu den Kosteneinsparungen erheblich beigetragen, meldete die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Der leichte Anstieg der Ausgaben zu Lasten der Krankenkassen sei zum Teil auf die Mehrwertsteuererhöhung zurückzuführen. Bedarf für Nachbesserungen sehen die Apotheker bei den Rabattverträgen.

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