GKV-Ausgaben

Plus 3,8 Prozent für Arzneimittel

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Die Krankenkassen haben in den ersten neun Monaten 24,3 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben. Dies geht aus Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) hervor. Die Mehrausgaben in Höhe von 900 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechen einem Anstieg von 3,8 Prozent. Ebenfalls um 3,8 Prozent gestiegen sind die Verwaltungsausgaben der Krankenkassen - auf 6,6 Milliarden Euro.

Mit einem Anteil von 18 Prozent machen Arzneimittel den drittgrößten Kostenblock aus. Ein Drittel der Ausgaben entfallen auf Krankenhausbehandlungen (rund 44 Milliarden Euro, +4,3 Prozent). Rund ein Fünftel (24,8 Milliarden Euro, +2,5 Prozent) entfällt auf die vertragsärztliche Leistung.

Mit dem Verlauf der Arzneimittelausgaben zeigte sich das BMG zufrieden. Allein durch die Anhebung des Herstellerrabatts würden die Krankenkassen monatlich um rund 100 Millionen Euro entlastet.

Insgesamt haben die Kassen laut BMG 130,9 Milliarden Euro ausgegeben und 131, 2 Milliarden Euro eingenommen. Das entspricht einem Überschuss von 227 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte das Plus noch bei 1,4 Milliarden Euro gelegen. Laut BMG zufolge stellen GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) sowie Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) die Krankenkassen nun auf „eine solidere finanzielle Grundlage“.

Das BMG verwies allerdings darauf, dass im letzten Quartal dieses Jahres erfahrungsgemäß mit einem stärkeren Ausgabenanstieg als in den Vorquartalen zu rechnen sei. Für das Gesamtjahr 2010 sei davon auszugehen, dass die Zusatzbeiträge und weitere Einnahmen insgesamt nicht ausreichen werden, um die Lücke durch Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds vollständig auszugleichen: „Insofern müssen Defizite von Kassen in 2010 häufig aus noch vorhandenen Finanzreserven kompensiert werden.“

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