Krankenkassen

KKH lobt Röslers Zwangsrabatte

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Die KKH Allianz freut sich über sinkende Arzneimittelausgaben. Obwohl laut Kasse im ersten Quartal im Durchschnitt 6,4 Prozent mehr Rezepte je Versichertem ausgestellt wurden, seien die Arzneimittelausgaben nur um 0,9 Prozent je Versicherten gestiegen. Grund des Erfolgs sind aus Sicht der KKH die Spargesetze von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP).

Allein die Erhöhung des Herstellerrabattes von 6 auf 16 Prozent habe der Kasse fast 7,8 Millionen Euro eingespart. Das Preismoratorium habe die Kasse um rund 1,4 Millionen Euro entlastet. Weitere 1,2 Millionen Euro hat laut KKH die Anhebung des Kassenabschlags für Apotheken von 1,75 Euro auf 2,05 Euro gebracht. Die Kasse hatte im Gesetzgebungsverfahren zum AMNOG einen Abschlag von 2,30 Euro gefordert.

Ohne die gesetzlichen Sparmaßnahmen wären die Kosten der Kasse nach eigenen Angaben in den ersten drei Monaten um 7,2 Prozent gestiegen. Für den gesamten GKV-Markt rechnet die Kasse mit Einsparungen von 390 Millionen Euro. „In den vergangenen Jahren sind die Kosten im Arzneimittelbereich unaufhaltsam gestiegen. Wie unsere Daten belegen, wurden mit dem Arzneisparpaket endlich Instrumente implementiert, die diesen Trend zumindest vorübergehend stoppen“, sagte KKH-Chef Ingo Kailuweit.

Die KKH erhebt seit März 2010 einen Zusatzbeitrag von ihren Versicherten. Trotz des seither eingetretenen Mitgliederschwunds ist die KKH nach eigenen Angaben mit rund zwei Millionen Versicherten Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse.

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