KBV/ABDA-Modell

Kassen lassen ABDA und KBV abblitzen

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ABDA und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) stoßen mit ihrem Modell zur Umstellung der Arzneimittelversorgung bei den Krankenkassen nicht auf die erhoffte positive Resonanz: „Mit ihren Vorschlägen bauen Ärzte und Apotheker eine Nebelwand auf, hinter der es wieder nur um eine weitere Honorarerhöhung für beide geht“, sagte Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Der Kassenverband sieht in den Vorschlägen kaum Neuigkeitswert. Eine leitliniengerechte Verordnung, Gespräche zwischen Ärzten und Apothekern und die Verordnung von Wirkstoffen statt Produktnamen sollten bereits heute selbstverständlich sein, so Lanz. „Die Vorschläge führen nicht weiter, sondern beschreiben lediglich das, was eigentlich längst Standard sein sollte.“

Den Hoffnungen der Ärzte auf eine Abschaffung der Richtgrößenprüfung erteilten die Kassen eine Absage: „Wer durch die gesetzliche Krankenversicherung viel Geld verdient, darf sich um seine wirtschaftliche Verantwortung für das System nicht drücken. Deshalb sind und bleiben Richtgrößen sinnvoll“, so Lanz.

KBV-Chef Carl-Heinz Müller hofft dennoch, die Kassen ins Boot zu bekommen: „Es ist ein Konzept, an dessen Entstehung sie nicht beteiligt waren, aber wir hoffen, dass wir sie überzeugen können, denn die Argumente sind schlagkräftig und stichhaltig.“

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