Schweinegrippe-Impfung

Glaxo kassiert 283 Millionen Euro

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Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) erwirtschaftet mit dem Impfstoff gegen die Schweinegrippe in Deutschland trotz reduzierter Liefermenge einen Umsatz von 283 Millionen Euro. Dies teilte die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion mit. Demnach kostet jede der insgesamt 34 Millionen Pandemrix-Dosen 8,33 Euro. Unklar ist noch, welchen Teil die Krankenkassen für die verimpften Dosen tragen und wie viel die Bundesländer für die ungenutzten Impfstoffe bezahlen müssen.

Abschließende Angaben zur Zahl der geimpften Personen lägen noch nicht vor. Die Zahlen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) seien vorläufig, bislang beruhten die Länderangaben auf unterschiedlichen Zeitintervallen. Zudem könnten einige Länder die Zahl der verimpften Dosen erst nach der Quartalsabrechung zuverlässig bestimmen.

Für die Kosten des ungenutzten Impfstoffs wird der Bund nicht aufkommen: Es sei Aufgabe der Länder, in einer Influenza-Pandemie ausreichend Impfstoff zur Verfügung zu stellen, so die Bundesregierung. Die so entstehenden Ausgaben müssten die Länder ebenfalls tragen.

In einer neuen Anfrage erkundigen sich die Grünen bei der Regierung, warum die Verträge mit GlaxoSmithKline und Novartis ohne öffentliches Vergabeverfahren geschlossen wurden.

Die Bundesregierung hatte bereits zuvor erklärt, dass ein solches Verfahren „nicht in Betracht“ gekommen sei. Neben der Rechtsgrundlage für diese Entscheidung wollen die Grünen unter anderem auch wissen, warum der H1N1-Impfstoff den Wirkstoffverstärker AS03 enthält, während in anderen Staaten Impfstoffe ohne Adjuvanz eingesetzt werden. Eine Antwort der Regierung steht noch aus.

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