AMNOG

Generikafirmen kämpfen für Originale

, Uhr

Das AMNOG soll patentgeschützte Originalpräparate günstiger machen. Wird den Arzneimitteln kein Zusatznutzen bestätigt, können sie zu einem Festbetrag abgegeben werden – oder der Hersteller zieht sie vom Markt zurück. Die Generikahersteller sind von den gesetzlichen Regelungen eigentlich nicht betroffen, sehen ihre Wirtschaftlichkeit dennoch tangiert.

Laut Wolfgang Späth, Chef von Pro Generika, können die Generikahersteller über die Folgen derzeit nur spekulieren. Auswirkungen drohten, wenn ein Medikament zum Festbetrag angeboten würden, so Späth. Dann fielen die Preise von Originalpräparaten deutlich. Wenn die Generikahersteller dies nicht mehr deutlich unterbieten könnten, kämen sie nicht mehr in den Markt.

Auch sei der Generikamarkt betroffen, wenn der Originalhersteller bei fehlendem Zusatznutzen das Arzneimittel komplett aus Deutschland zurückzieht. Dadurch könne sich kein Markt für generische Produkte aufbauen. Endet der Patentschutz, gebe es auf dem Markt keine Nachfrage für Generikahersteller. „Von der Umsetzung in der Praxis hat man noch keine Vorstellung“, so Späth.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr aus Ressort
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Fixum: Beerdigung auf Raten
Bindung an Grundlohnsumme
Fixum eigentlich schon bei 11 Euro
Bei Kassen statt Versorgung sparen!
Finanzkommission: FA warnt vor Salamitaktik

APOTHEKE ADHOC Debatte