Apothekenschließungen

Franken verliert Apotheken

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92 Apotheken machten im vergangenen Jahr in Bayern dicht. Den Schließungen standen nur 48 Neueröffnungen gegenüber, sodass die Zahl der Apotheken deutlich um 44 sank. Dies teilte die Landesapothekerkammer Bayern mit. Insgesamt gab es im Freistaat zum Jahresende 3386 Apotheken – so viele wie 1995/1996.

Besonders betroffen von den Schließungen ist Franken: „In Mittelfranken haben 22 von insgesamt 470 Apotheken dicht gemacht, das sind fast 5 Prozent“, so Dr. Christian Machon, Vorstandsmitglied der Kammer. „Hinzu kommt, dass fast 70 Prozent aller Schließungen in Orten mit weniger als 50.000 Einwohnern stattfanden.“

Dies bestätigt Machon zufolge die Vermutung, dass nach dem Ärztemangel in ländlichen Gebieten nun mit dem Wegfall der Apotheken die Versorgung weiter ausdünnt. Die Hauptursache für die Apothekenschließungen sieht Machon in den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG).

 

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