Bundestagswahl

ABDA sucht Wahl-Apotheker

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Berlin -

Die ABDA will mit einer groß angelegten PR-Kampagne in die Bundestagswahl ziehen: In jedem Wahlkreis soll ein Apotheker alle Kandidaten der Parteien bearbeiten. Die Kampagne „Gesundheit wählen“ soll so möglichst flexibel und dezentral laufen. Entschädigt werden die teilnehmenden Apotheker dafür nicht.

Die „Kampagnen-Beauftragten“ schicken zunächst einen Fragenkatalog an alle Abgeordneten demokratischer Parteien in den bundesweit 299 Wahlkreisen. Die ABDA will nur Vorschläge machen, die Apotheker können und sollen auch eigene Fragen stellen und regionale Themen setzen. Alle Antworten der Abgeordneten sollen anschließend im Internet veröffentlicht werden.

Zu den Inhalten konnte die ABDA-Spitze daher heute noch nichts sagen. Zunächst sollen über die Mitgliedsorganisationen die Kampagnen-Manager gesucht werden.

Bei der ABDA wird zusätzlich ein Kampagnen-Beirat gebildet, in dem Ehren- und Hauptamtler aus Berlin sowie den Landesorganisationen vertreten sein werden. Eine Beteiligung der Kammern ist laut ABDA-Präsident Friedemann Schmidt ebenfalls möglich, da es sich um eine neutrale Kampagne handele.

Unterstützt wird die Aktion von der PR-Agentur Cyrano aus Münster. Die Kampagne soll aus dem laufenden Haushalt der Öffentlichkeitsarbeit bezahlt werden. Über die Höhe des Budgets machte die ABDA-Spitze auf Nachfrage keine Angaben. Fest steht aber schon, dass die Apotheker vor Ort für ihren Einsatz keine Entschädigung erhalten werden.

Wahlprüfsteine will die ABDA in diesem Jahr bewusst nicht vorgeben. Auch eine Parteiempfehlung werde es vor der Bundestagswahl am 22. September nicht geben, kündigt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt an.

Sein Vize Mathias Arnold fügte hinzu, die Wahlprogramme der Parteien enthielten kaum Inhalte zum Thema Gesundheit. Die ABDA will sich im Wahlkampf auf die Themen Arzneimittelsicherheit, patientenorientierte Pharmazie, den demographischen Wandel und die Honorierung konzentrieren.

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