Zielpreismodell

BPI: Apotheker als „Erfüllungsgehilfen“

, Uhr

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) kritisiert das geplante Zielpreismodell von Deutschem Apothekerverband (DAV) und Gmünder Ersatzkasse (GEK). Die angestoßene Debatte lasse den Schluss zu, dass der Apotheker durch die angebotenen Boni nicht mehr das Patientenwohl im Auge habe, sondern nur die kostengünstigste Therapie, erklärte der Verband.

Nach Ansicht des BPI drohen Apotheker zu „Erfüllungsgehilfen für eine Niedrigpreisgarantie“ zu werden. Die Beratung müsse sich ausschließlich an den individuellen Umständen des einzelnen Patienten orientieren; die vom Arzt verordnete Pharmakotherapie müsse auf diese individuelle Situation optimal angepasst werden.

Das Modell von GEK und DAV sieht die Einführung einer Bonus-Malus-Regelung vor. Demnach sollen Apotheker für die Abgabe eine Arzneimittels unter Zielpreis einen Bonus erhalten. Bei einer Abgabe über dem festgelegten Durchschnittspreis wird dagegen die Differenz zwischen Zielpreis und Abgabepreis als Malus auf dem vorgesehenen Zielpreiskonto des Pharmazeuten verbucht.

Bis zum Sommer soll über Zielpreisvereinbarungen entschieden werden. Die GEK verhandelt derzeit mit dem DAV, noch gebe es „offene Fragen“.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Ersatz für zurückgerufene Packung
Ibuflam-Rückruf: Austausch für Patienten möglich
Probleme bei Anbieter Bitmarck
E-Rezept: Störung bei KKH-Versicherten
Mehr aus Ressort
Keine „tatsächlichen Anhaltspunkte“
Masken-Deals: Verfahren gegen Spahn eingestellt

APOTHEKE ADHOC Debatte