Apothekenhonorar

BMWi: „Ob und inwieweit“

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Berlin -

Die Apotheker warten derzeit gespannt auf Nachrichten aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi): Dort wird eine Anpassung des Fixhonorars geprüft. Dass es überhaupt eine Erhöhung gibt, ist allerdings noch längst nicht sicher: Gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) prüfe man derzeit, „ob und inwieweit eine Anpassung der Apothekervergütung mit Blick auf die Kostenentwicklung in den zurückliegenden Jahren erforderlich ist“, so ein Ministeriumssprecher.

 

Zuletzt hatte der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn erstmals einen Betrag genannt: Demnach sei es vorstellbar, dass die Apotheker künftig 8,35 Euro pro Packung erhalten. Spahn hatte sich zudem gewünscht, dass es „zeitnah grünes Licht und konkrete Zahlen“ aus dem BMWi gebe; eigentlich hatte er noch vor der Sommerpause einen Vorschlag erwartet.

Auf Nachfrage wollte weder das BMWI noch das BMG den von Spahn ins Spiel gebrachten Betrag kommentieren. Auch zu anderen möglichen Werten wollten die Ressorts von Philipp Rösler und Daniel Bahr (beide FDP) keine Auskunft geben. In den vergangenen Wochen wurden Zahlen von der Treuhand und vom Statistischen Bundesamt angefordert.

Nach Spahns Vorstoß hatten die Kassen protestiert: Eine Gehaltserhöhung für die Apotheker passe mit dem gesetzlichen Auftrag einer wirtschaftlichen Versorgung nicht zusammen. Aus dem BMWi heißt es dazu: „Da die Prüfung noch nicht abgeschlossen ist, lassen sich derzeit noch keine Aussagen zu den Auswirkungen auf die Krankenkassen treffen.“

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