Stammzellforschung

Bischof greift Schavan an

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Der katholische Augsburger Bischof Walter Mixa hat in der Debatte um die Forschung mit embryonalen Stammzellen Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) angegriffen. Er warf ihr vor, „in einer zentralen Frage des Lebensschutzes vor den Interessen der Pharmaindustrie und der Forschung eingeknickt“ zu sein. Mixa fordert ein generelles Verbot der Forschung mit embryonalen Stammzellen in Deutschland.

Die Ministerin gehört zu einer Gruppe von Abgeordneten im Bundestag, die sich - wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) - für die einmalige Verschiebung des bisher geltenden Stichtags aussprechen, um deutschen Forschern die Arbeit mit frischeren Stammzelllinien zu ermöglichen.

Die Forschung mit diesen Zellen sei „ethisch unverantwortbar“ und nicht mit dem christlichen Menschenbild vereinbar, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung des Augsburger Ordinariats. Als Minimallösung wünscht Mixa die Beibehaltung der derzeitigen Stichtagregelung, nach der nur mit embryonalen Stammzellen geforscht werden darf, die vor 2002 im Ausland entstanden.

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