Pharmaindustrie

Betriebsräte suchen Hilfe bei Wowereit

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In der Pharmabranche kreist der Rotstift. Hersteller streichen seit Jahren Stellen, tausende Mitarbeiter haben bereits ihre Arbeitsplätze verloren. Die Betriebsräte der großen Konzerne suchen selbst den Draht zur Politik. Weil immer mehr Firmen ihre Zentralen nach Berlin verlegen, gab es heute ein Gespräch der Arbeitnehmervertreter von Pfizer, Sanofi und Bayer sowie dem Zuzugskandidaten Pharmakonzern Takeda mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

In dem Gespräch ging es um die Sorge um Arbeitsplätze und die Befürchtung der Betriebsräte, dass die Bedingungen für die Pharmahersteller immer weniger planbar werden. Durch die Gesetzesänderungen der vergangenen Jahre sei der Standort Deutschland gefährdet.

Forschung und Entwicklung würden immer teurer, zugleich würden kleine Innovationen nicht ausreichend honoriert, bemängelten die Betriebsräte. Wegen der Nutzenbewertung würden Präparate hierzulande gar nicht erst auf den Markt gebracht.

Mit dem Verlauf des Gesprächs waren die Betriebsräte zufrieden: Wowereit wisse, was der Standort Berlin bedeute und sei bereit, sich für diesen einzusetzen.

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