Plakatkampagne

BaWü-Apotheker wollen nachlegen

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Berlin -

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) ist mit seiner Kampagne für eine Erhöhung des Apothekenhonorars bislang zufrieden: „Die Plakataktion verläuft aus unserer Sicht erfolgreich“, sagt eine Sprecherin. Weil es gute Resonanz gegeben habe, sei nun eine Ausweitung der Aktion geplant. Mit dem Slogan „Jede Woche schließen in Deutschland vier Apotheken!“ macht der Verband des Vorsitzenden des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Fritz Becker, auf die finanzielle Situation der Apotheken aufmerksam.

 

Seit rund zwei Wochen werden die Poster an alle Apotheken im Ländle ausgeliefert. Wie viele Apotheken das Poster tatsächlich aufgehängt haben, weiß der Verband nicht. „Das haben wir nicht abgefragt“, erklärt die Sprecherin. Zumindest in Schwaben gelte aber die Maxime: „Nicht geschimpft, ist Lob genug!“. „Darum können wir davon ausgehen, dass die Mitglieder mit der gestarteten Plakatreihe einverstanden sind.“

„Wir wollen auch zukünftig für sie da sein. Deshalb fordern wir für unsere Leistungen eine gerechte und auskömmliche Honorierung, die seit dem Jahr 2004 nicht mehr angepasst wurde“, so die Forderung der Apotheker auf dem Plakat. Vielen Menschen sei die wirtschaftliche Lage der Apotheken nicht bewusst, so die LAV-Sprecherin. „Hier regt unser Plakat zum Nachdenken und Nachfragen an.“

Vereinzelt hätten die Pharmazeuten sogar darauf hingewiesen, dass das Plakat angesichts der derzeitigen Situation noch zu brav sei. Die Politik habe zwar noch nicht reagiert. „Aber wir sind sicher, dass die Aussagen wahrgenommen werden.“ Von den Patienten habe es teils sehr ermutigende Aussagen gegeben.

Das Plakat erinnert optisch an das Plakat der Raubbau-Kampagne der ABDA aus dem Sommer 2010. Insgesamt hatte die ABDA damals vier Motive an alle Apotheken in Deutschland versendet. Auch der LAV will nachlegen: „Wir machen auf diesem Weg weiter und legen ein zweites Plakat nach, das mit den nächsten LAV-Nachrichten im August erscheinen wird“, so die Sprecherin. Über das Motiv will man in Stuttgart noch nichts verraten.

 

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