Krankenkassen

AOK-Chef: Ärztestreik unpassend

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Der Chef der AOK-Rheinland/Hamburg, Wilfried Jacobs, hat den für Mitte Mai geplanten Ärztestreik an kommunalen Krankenhäusern scharf kritisiert. „Ich kann die Verhandlungspartner nur auffordern an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die Tassen im Schrank zu lassen“, sagte Jacobs der Rheinischen Post. „Die Aufforderung des Marburger Bundes zum groß angelegten Ärztestreik an kommunalen Krankenhäusern passt überhaupt nicht in die wirtschaftlich angespannte Lage“, betonte der AOK-Chef.

In einer Urabstimmung der Ärztegewerkschaft Marburger Bund hatten zuvor 93 Prozent für den Ausstand gestimmt. Die Ärzte an mehreren hundert kommunalen Kliniken streiken damit ab dem 17. Mai für eine deutliche Gehaltserhöhung. Die Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Ärzte waren Anfang April gescheitert.

Der Marburger Bund war mit einer Forderung von fünf Prozent mehr Gehalt und besserer Bezahlung der Bereitschaftsdienste in die Gespräche gegangen. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 2,9 Prozent mehr für 36 Monate bei höheren Vergütungen für Bereitschaftsdienste vorgeschlagen. Dies hatte der Marburger Bund als unzureichend zurückgewiesen und die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt.

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