Ambulante Versorgung

Ärzte wollen Mitsprache bei Kliniken

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Die niedergelassenen Ärzte wollen künftig mitbestimmen, welche ambulanten Leistungen Krankenhäuser anbieten dürfen und welche nicht. Die Delegierten des Deutschen Ärztetages forderten in Dresden neue Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Fachärzten im ambulanten und im stationären Sektor, die eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Versorgungsbereichen ermöglichen sollen.

Neuregelungen der letzten Gesundheitsreformen hätten die Konkurrenz zwischen niedergelassenen Fachärzten und Kliniken immer weiter verschärft. So hätten sich etwa die Krankenhäuser zunehmend für ambulante Behandlungen geöffnet und damit eine „kontraproduktive Konkurrenzsituation“ geschaffen.

„Die gesetzlichen Regelungen dürfen nicht dazu führen, dass Kliniken breit und undifferenziert ambulante Leistungen anbieten“, kritisierte Dr. Martina Wenker vom Vorstand der Bundesärztekammer. Der künftige Leistungskatalog müsse deshalb mit niedergelassenen Ärzten abgestimmt und regelmäßig überprüft werden.

Darüber hinaus begrüßte der Deutsche Ärztetag, dass laut Koalitionsvertrag die Mehrheit der Geschäftsanteile und Stimmrechte in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) künftig Ärzten zustehen soll. „Aus Sicht der Ärzteschaft ist zudem zu fordern, dass diese Ärzte in dem Medizinischen Versorgungszentrum auch beruflich tätig sind“, heißt es in dem Beschluss des Ärzteparlaments.

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