Tarifverhandlungen

Ärzte wollen 10 Prozent mehr

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Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund verlangt für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern rund zehn Prozent mehr Gehalt. Dies beschloss die so genannte „Kleine Tarifkommission“ der Gewerkschaft. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte zuvor erklärt, sie sehe keinen Spielraum für lineare Erhöhungen. Der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, begründete die Gehaltsforderung mit besseren Verdienstmöglichkeiten im Ausland, die seit Jahren zu einer regelrechten Ärzteflucht aus Deutschland führten. „Niemand darf sich wundern, dass hoch qualifizierte deutsche Ärzte in die Niederlande, nach Großbritannien, in die Schweiz oder die USA auswandern, wo man zwischen 20 und 70 Prozent mehr verdienen kann.“

Neben höheren Gehältern insgesamt müsse es zudem zu einer raschen Angleichung der Gehälter in Ostdeutschland auf Westniveau kommen, forderte Henke. Der Gewerkschafts-Vorsitzende erinnerte an die Ärzte-Streiks im vergangenen Jahr und warnte die Arbeitgeber vor unnötigen „Streitereien“, die sich die Ärzte nicht gefallen lassen würden. 2006 hatte der Marburger Bund erstmals einen eigenständigen Tarifvertrag für die Klinikärzte abgeschlossen.

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