Verhandlungen

Absenkung des Kassenrabatts in Sicht

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Zwischen dem Spitzenverband der Krankenkassen und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) scheint sich eine Einigung über die Absenkung des Kassenrabatts abzuzeichnen. Weil in den Apotheken bei der Umsetzung der Rabattverträge ein erheblicher Mehraufwand entsteht, soll der Kassenrabatt zum Jahreswechsel demnach von 2,30 Euro auf 1,70 Euro gesenkt werden. Der GKV-Spitzenverband wird in Abstimmung mit den Bundesverbänden der Kassenarten am 3. November endgültig über die Anpassung entscheiden.

„Insbesondere mit Blick auf die nächste Runde der Rabattverträge 2009 ist mit einer noch höheren Personalbelastung in den Apotheken zu rechnen. Das scheinen auch die Kassen so zu sehen“, sagte ein DAV-Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC. Entscheidend für die Kassen sei, dass die Verträge von den Patienten mitgetragen würden. Hierzu müsse in der Apotheke Tag für Tag viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Kassen und Apotheker verhandeln turnusgemäß über die Höhe des Kassenabschlags. Im Zuge der Gesundheitsreform war er im vergangenen Jahr von 2 Euro auf 2,30 Euro erhöht worden; viele Apotheken hatten über diese finanzielle Mehrbelastung geklagt. Das eigentliche Apothekenhonorar wird getrennt verhandelt und liegt derzeit bei 8,10 Euro pro abgegebener Packung zuzüglich 3 Prozent des Einkaufspreises.

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