Die Barmer sucht neue Rabattpartner für 28 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen. Der Großteil sind Antibiotika, die im Mehrpartnermodell ausgeschrieben sind.
Die ausgeschriebenen Rabattverträge haben eine Laufzeit von zwei Jahren und sollen für den Zeitraum 1. Juli 2027 bis 30. Juni 2029 geschlossen werden. Die Generikaausschreibung findet im offenen Verfahren im Mehrpartnermodell statt. Insgesamt können drei Zuschläge vergeben werden – zwei im Welt-Los und einer im EU-Los – vorausgesetzt die Wirtschaftlichkeitskriterien sind erfüllt. Zu den Auswahlkriterien gehört neben wirtschaftlich oder finanziellen Anforderungen auch die Versorgungssicherheit.
Ausgeschrieben sind: Amoxicillin, Amoxicillin/Clavulansäure, Azithromycin, Betamethasondipropionat/Gentamicin, Cefaclor, Cefpodoxim, Cefuroxim, Ciprofloxacin, Clarithromycin, Clindamycin, Doxycyclin > 50 mg, Doxycyclin ≤ 50 mg, Fosfomycin, Fusidinsäure, Fusidinsäure/Betamethason, Levofloxacin, Linezolid, Metronidazol, Moxifloxacin, Ofloxacin, Pamidronsäuredinatrium, Phenoxymethylpenicillin, Posaconazol, Roxithromycin, Tamoxifen, Tobramycin, Trimethoprim/Sulfamethoxazol und Vancomycin-Standard.
Antibiotika sind immer wieder von Lieferengpässen betroffen. Mit schweren Folgen. Um die Versorgung zu sichern, müssen die Kassen im Vergabeverfahren für Rabattverträge mindestens einen Zuschlag für Hersteller mit europäischer Wirkstoffproduktion vorsehen – vorausgesetzt, es gibt ein entsprechendes Angebot. Die Ersatzkassen hatten bereits im Mai 2024 mit der ersten Antibiotika-Ausschreibung nach dem Engpassgesetz (ALBVVG) diese Vorgabe berücksichtigt und umgesetzt.
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