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Spätfolgen

Paracetamol erhöht Asthmarisiko

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Babys, die das Analgetikum Paracetamol bekommen haben, erkranken später häufiger an Asthma, allergischen Schnupfen und Hautausschlägen. Das geht aus einer neuseeländischen Studie hervor, die das britische Fachblatt „Lancet“ in einem neuen Sonderheft zu Asthma veröffentlicht hat. Die Autoren vermuten, dass Paracetamol das Risiko für Asthma bei Kindern erhöht. Sie haben jedoch lediglich einen statistischen und keinen ursächlichen Zusammenhang gefunden. So könnte es auch einen gemeinsamen Auslöser von Schmerzen und Asthma geben.

Bei Kindern, die im ersten Lebensjahr mit Paracetamol behandelt wurden, war das Risiko für Asthma-Symptome im Alter von sechs bis sieben Jahren um 46 Prozent höher als bei Gleichaltrigen, die das Arzneimittel nicht bekommen hatten. Das Risiko für allergischen Schnupfen lag 48 Prozent höher und das für Hautausschläge 35 Prozent. Außerdem beobachteten die Forscher, dass das Asthma-Risiko von Kindern, die in dem Jahr vor der Untersuchung Paracetamol genommen hatten, von der Höhe der Dosis abhing. Für die Studie befragten sie die Eltern von 200.000 Kindern in 31 Ländern.

Professor Dr. Richard Beasley vom Medizinischen Forschungsinstitut Neuseelands betonte, dass Paracetamol nach wie vor das beste Medikament für Kinder bei Fieber und Schmerzen sei. Er wies aber daraufhin, dass die Weltgesundheitsorganisation davor warnt, das Mittel Kindern regelmäßig zu geben. Das Medikament sollte erst ab einer Körpertemperatur von 38,5 Grad verwendet werden.

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