Washington -

Japanische Forscher haben Leber- und Magenzellen zu einer Art embryonaler Stammzellen zurückprogrammiert. Mäuse, denen diese eingepflanzt wurden, erkrankten nicht wie bei einem früheren derartigen Versuch an Krebs. Zugleich zeigten die neuen Zellen so viele Eigenschaften embryonaler Stammzellen wie keine auf diese Weise umgewandelten Zellen zuvor. Die Gruppe um Shinya Yamanaka von der Universität Kyoto präsentiert ihre Arbeit im Journal „Science“. Es ist innerhalb von nur drei Monaten bereits ihre dritte wegweisende Studie zur Rückprogrammierung von Körperzellen.

Die Wissenschaftler hatten in diesem Fall Epithelzellen aus Leber und Magen verwendet, anstatt wie bislang Hautgewebe. Diese Zellen programmierten sie mit Hilfe von vier eingeschleusten Genen zurück, und erhielten so genannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS). Diese verhielten sich nahezu wie embryonale Stammzellen. Als sie die Zellen in Mausembryonen spritzten, entwickelten sich daraus Tiere, die aus beiden Zellarten bestanden. In keinem Fall erkrankten die Mäuse an Krebs, allerdings starben einige vor der Geburt. Mit Stammzellen wollen Mediziner einmal zerschlissenes Gewebe ersetzen und etwa Parkinson oder Diabetes heilen.

„Es wird noch Jahre von Grundlagenforschung brauchen, bevor wir in der Lage sind, mit iPS-Zellen Patienten zu behandeln“, betonte Yamanaka. Er arbeite jedoch mit Hochdruck daran. „Die Bedeutung der iPS-Zellen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, sagte der Entwicklungsbiologe Professor Dr. Michael Kessel vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen auf Anfrage. Die Arbeit mit embryonalen Stammzellen werde nun jedoch keinesfalls überflüssig: „Solche Forschung können nur diejenigen machen, die mit embryonalen Stammzellen als Referenzzellen arbeiten.“

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