Implantate

Erster selbstauflösender Stent implantiert

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Mediziner in Mecklenburg-Vorpommern haben nach eigenen Angaben erstmals einem Patienten eine selbstauflösende Gefäßstütze in eine verengte Herzkranzarterie implantiert. Der sogenannte Stent bestehe aus Polylactid, einer Milchsäureverbindung, die sich nach vier bis sechs Monaten und damit nach der Erweiterung des verengten Gefäßes aufzulösen beginne, sagte der Ärztliche Direktor des Klinikums Karlsburg, Professor Dr. Wolfgang Motz.

Die neuen resorbierbaren Stents beurteilt der Klinikchef als „Meilenstein in der Therapie der koronaren Herzkrankheit“. Er schränkte aber ein, dass bislang noch Langzeiterfahrungen mit den Bio-Stents fehlten. In Karlsburg werden jährlich 2500 Herz- und Gefäß-Operationen sowie 5000 kardiologische Eingriffe vorgenommen, zu denen auch das Einsetzen eines Stents gehört.

Bislang sind Gefäßstützen aus Metalllegierungen eingesetzt worden, die einwachsen und nie wieder entfernt werden können. Als Fremdkörper können sie aber zu einer Entzündung führen.

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