Die aktuelle Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt einen massiven Anstieg der Rotaviren-Fälle in Deutschland. Auch neue Daten der AOK NordWest zeigen das ganze Ausmaß des Infektionsgeschehens im Norden und markieren einen deutlichen Trend gegenüber dem Vorjahr.
Die Zahl der gemeldeten Infektionen mit Rotaviren in Schleswig-Holstein hat 2025 deutlich zugenommen. Im vergangenen Jahr gab es 948 Infektionsfälle mit dem Rotavirus, wie eine Sprecherin der AOK NordWest der Deutschen Presse-Agentur sagte. Basis sind Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. 2024 hatte es im Norden 569 Fälle gegeben.
Innerhalb nur einer Woche haben sich die gemeldeten Neuerkrankungen bundesweit um etwa 48 Prozent gesteigert. Dies deutet darauf hin, dass die Rotavirus-Saison im Januar zwar auf einem niedrigen Niveau beginnt, aber nun deutlich an Fahrt gewinnt.
Aber: Obwohl die Kurve im Januar steiler nach oben zeigt, bleibt die Intensität weit hinter dem Vorjahr zurück. In den ersten zwei Wochen 2025 gab es bereits 1051 gemeldete Fälle.
Rotaviren verursachen Durchfälle, Erbrechen und Bauchschmerzen. Im Vergleich zu anderen Durchfall-Erkrankungen verläuft die durch Rotaviren verursachte Magen-Darm-Erkrankung den Angaben zufolge bei Säuglingen und Kleinkindern häufig schwer. Da die Erreger extrem widerstandsfähig und hochansteckend sind, gibt es wichtige Punkte im Umgang mit der Infektion zu beachten.
Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit ist sehr kurz. In der Regel beträgt diese ein bis drei Tage.
Symptome: Typisch ist ein abruptes Einsetzen von wässrigem Durchfall, Erbrechen und oft auch Fieber sowie Bauchschmerzen. Gefahr besteht besonders bei kleinen Kindern, denn der Infekt führt zu starkem Flüssigkeitsverlust und somit schnell zur Dehydration.
Rotaviren werden vor allem fäkal-oral übertragen, sprich über Schmierinfektionen. Die Viren gelangen von den Händen nach dem Toilettengang oder Windelwechsel auf Gegenstände und Lebensmittel. Die Ansteckung kann auch direkt von Mensch zu Mensch erfolgen. Das Problem: Die Viren können auf Oberflächen wie Türgriffen, und Spielzeug tagelang überleben. Achtung: Betroffene sind hochansteckend, solange sie Symptome haben, meist aber auch noch bis zu acht Tage danach.
Da herkömmliche Desinfektionsmittel oft nicht gegen Rotaviren wirken, sind spezifische Maßnahmen nötig:
Wenn eine Infektion vorliegt, stehen die Rehydrierung und die Eindämmung der Ausbreitung im Vordergrund:
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