Todesfälle durch Nahrungsergänzungsmittel

Puberulasäure: Razzia bei Hersteller

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Berlin -

Nach mehreren Todesfällen in Japan im möglichen Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln aus rotem Hefereis haben die Gesundheitsbehörden eine Fabrik der japanischen Firma Kobayashi Pharmaceutical Co. in Osaka durchsucht. Kenji Yamashita, Leiter der Produktionsabteilung des in Osaka ansässigen Unternehmens, entschuldigte sich am Samstag laut örtlichen Medienberichten, wollte sich aber zu Einzelheiten der Razzia in der schon seit Dezember geschlossenen Fabrik nicht äußern.

Da das Unternehmen die Produktion der Inhaltsstoffe für die Nahrungsergänzungsmittel in eine Fabrik in der westlichen Präfektur Wakayama verlegt hat, gab es am Sonntag auch dort eine Razzia.

Kobayashi Pharmaceutical hat demnach bisher fünf Todesfälle und die Einweisung von mehr als 110 Menschen in Krankenhäuser gemeldet. All diese Fälle stünden möglicherweise mit den roten Hefereis-Produkten in Verbindung. Etwa 680 Personen hätten entweder einen Arzt wegen gesundheitlicher Probleme aufgesucht oder wollten dies tun, hieß es.

Zuvor hatte der Konzern erklärt, dass Puberulasäure, eine natürliche Verbindung aus Blauschimmel, in den Inhaltsstoffen der Nahrungsergänzungsmittel nachgewiesen worden sei und im Zusammenhang mit den Gesundheitsproblemen stehen könnte, wie es hieß. Bei der Substanz handele es sich um ein Mittel, das nach Angaben des Gesundheitsministeriums toxisch sein könne, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag.

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