Eine Vollsperrung der Karl-Liebknecht-Straße hat für eine Partyzone am Südplatz in Leipzig gesorgt. Der Arbeitsweg zur Apotheke gestaltete sich für eine Inhaberin deswegen unangenehm. Es sollen Glasscherben und Erbrochenes direkt vor der Apotheke gelegen haben. Von den zwei angrenzenden Spätverkaufsstellen habe mittlerweile eine geschlossen, die Lage habe sich entspannt, so die Apothekerin.
Weil Trinkwasserleitungen in der Karl-Liebknecht-Straße erneuert werden müssen, wurden Abschnitte der Straße bereits im vergangenen Jahr voll gesperrt. Die Apothekerin ist zuversichtlich, was eine baldige erneute Sperrung der Straße angeht. Die Baumaßnahmen sollen laut Aussage der Stadt Leipzig noch bis September andauern. In dem Areal befindet sich die Sonnen-Apotheke sowie zwei Spätverkaufsstellen, von denen eine aber bereits schließen musste.
Partygänger hätten im Zuge der Sperrung das Areal als Treffpunkt genutzt und in den beiden sogenannten Spätis meist Alkohol und Zigaretten erworben, so Apothekeninhaberin Heike Senf. Es sei mehrfach vorgekommen, dass sich Betrunkene neben der Apotheke übergeben hätten. „Ich bin an sich sehr tolerant und verstehe, dass die jungen Leute feiern wollen. Wo sollen sie auch sonst hin“, sagt sie. „Aber das was da teilweise abging war echt krass.“ Auch Im Notdienst habe es Pöbeleien vor der Klappe gegeben, sagt sie.
„Zum Glück hat sich die Lage mittlerweile entspannt. „Auch wegen der Schließung des einen Spätkaufs.“ Ab 27. April soll die Straße erneut teilweise gesperrt werden, aber Senf ist nun zuversichtlich. „Ich rechne nicht damit, dass die Situation nochmal so heftig wird.“