China

Neues Virus verursacht Schweineseuche

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Der massive Ausbruch der Schweineseuche in China ist auf eine Virusvariante des Porzinen Reproduktiven und Respiratorischen Syndroms (PRRS) zurückzuführen. Wegen der im späten Verlauf auftretenden Symptome heißt es auch Blaue-Ohren-Krankheit. Das Virus sei tödlicher und ansteckender als der bisher bekannte Erreger, erklärte das chinesische Landwirtschaftsministerium. Nicht mehr nur Muttersäue und Ferkel, sondern auch Eber seien nun anfällig gegen den Erreger. Hinweise, dass auch Menschen erkranken könnten, gebe es bislang nicht. Mittlerweile sind 26 der 33 chinesischen Provinzen von der Seuche betroffen.

Mit Impfungen und Notschlachtungen versuchen Behörden und Bauern der Lage Herr zu werden. Ein Standardtest sowie passender Impfstoff seien bereits entwickelt worden. Die Produktion laufe in zwölf Fabriken, teilte das Ministerium mit. Mehr als 100 Millionen Schweine seien bisher geimpft worden, die Kosten tragen die örtlichen Behörden, heißt es.

Nach offiziellen Angaben sind in diesem Jahr 257.000 Fälle registriert worden. 68.000 Schweine seien verendet und 175.000 notgeschlachtet worden. Die Behörden teilten mit, man habe den Ausbruch des neuen Virus „zumindest anfänglich unter Kontrolle gebracht“. Alle Erkenntnisse über den Ausbruch der Seuche seien der internationalen Gemeinschaft mitgeteilt worden, erklärten die Behörden und dementierten anders lautende Berichte. China sei zur Kooperation bereit, könne aber die Epidemie allein bewältigen.

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