Berlin -

Der Betreiber des St. Hedwig-Krankenhauses in Berlin Mitte bedauert die falsche Verwendung von Knieprothesen bei 47 Patienten. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorfälle im März dieses Jahres sei ein Krisenstab eingesetzt und ein umfangreicher Maßnahmenkatalog festgelegt worden, teilte der Gesamtgeschäftsführer der Gesellschaften der Alexianerbrüder, Reinhard Nieper, am Samstag mit. Die Gesellschaften sind der Betreiber des Krankenhauses.

Das Krankenhaus habe sich mit dem Haftpflichtversicherer darauf verständigt, vorerst sämtliche Kosten zu tragen. Die Patienten erhalten den Angaben zufolge neue Prothesen und anschließende Reha-Maßnahmen. Sie seien gemeinsam mit dem Sozialdienst von den Ärzten über einen möglichen Behandlungsablauf informiert worden.

Bislang hat den Angaben zufolge rund die Hälfte der Patienten einer Korrekturoperation zugestimmt. Bei jedem dritten sei der Eingriff bereits erfolgreich vorgenommen worden. Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" sind die Patienten zwischen 65 und 82 Jahre alt. Nach Bekanntwerden der Fälle seien auch der Berliner Senat und die Krankenkassen informiert worden.

Zwischen Mai 2006 und März 2007 wurden nach Angaben des Betreibers bei den Betroffenen falsche Oberschenkelkomponenten verwendet. Die Prothesen hätten in den Oberschenkelknochen eigentlich fest einzementiert werden müssen. Stattdessen gingen die operierenden Ärzte und Schwestern fälschlicherweise davon aus, dass es sich bei den künstlichen Gelenken um zementfreie Prothesen handelte. Nach Einschätzung von Experten sei eine ausreichende Verankerung der ursprünglich eingesetzten Prothesen nicht gewährleistet, heißt es in der Mitteilung. Diese würden voraussichtlich nicht einwachsen, könnten sich lockern und dadurch mittelfristig Beschwerden auslösen.

Nach Angaben Niepers ist der Fehler auf einen Wechsel des Produktherstellers zurückzuführen. Dieser habe auch die Vorsortierung der zahlreichen Systemkomponenten vorgenommen. Zusätzlich sei es dabei zu einer "unzureichenden Beschriftung" gekommen. Die Gesellschaften der Alexianerbrüder betreiben in Berlin und Brandenburg je fünf Krankenhäuser und Seniorenpflegeheime.

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