Apothekentest

NDR: „Lebensbedrohliche“ Beratungslücken

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Berlin -

„Grippemittel sind eine Erfindung der Werbung.“ So lautet der zweite Satz der Vorschau zur TV-Dokumentation „Patienten, Pillen und Profite – Die Tricks der Pharmabranche“, die der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in der kommenden Woche ausstrahlen wird. Die NDR-Reporter haben aber nicht nur die Pharmakonzerne ins Visier genommen, sondern auch Apotheker mit versteckten Kameras überprüft. Laut NDR haben die Tests „lebensbedrohliche“ Beratungslücken gezeigt.

 

Für den TV-Beitrag hat der NDR stichprobenartig 15 Apotheken in Hamburg getestet. Laut NDR wurden die Testpersonen in mehr als der Hälfte der Apotheken schlecht oder gar nicht beraten. „Warum ich die Medikamente brauche, hat mich niemand gefragt“, sagt eine Testerin in der Vorschau zur Sendung.

Zum Ausgleich kommen zwar Passanten zu Wort, die mit ihren Apotheken zufrieden sind, doch die Reporter legen nach: „In unserem Beratungscheck versagen sie“, kommentiert der Sprecher. Gemeint sind die Apotheken, die vom NDR getestet wurden: „Wir kaufen eine lebensgefährliche Dosis Paracetamol“, heißt es weiter. Statt eine Warnung zu erhalten, sei die Kundin nur gefragt worden, ob sie das Präparat lieber mit oder ohne Vitamin C haben wolle.

Neben Apotheken stehen Vitaminpräparate im Fokus der TV-Doku. Um die Frage zu beantworten, ob wirklich so viele Menschen einen Vitaminmangel haben, wie die Pharmafirmen behaupten, unterzieht sich der NDR-Moderator Jo Hiller einem Selbsttest. Das Ergebnis wird bei der Ausstrahlung der Sendung am 23. April um 21.00 Uhr bekannt gegeben.

 

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