Medizinhistorisches Museum

Medizinausstellung in der Charité

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Das Medizinhistorische Museum des Berliner Universitätsklinikums Charité zeigt in einer Ausstellung mit 1400 Präparaten die Geschichte der Diagnostik und Therapie von Krankheiten. Die neue Dauer-Ausstellung wird an diesem Donnerstag offiziell eröffnet und ist von Freitag an für Besucher zugänglich. Die Ausstellung sei auch eine Antwort auf Gunther von Hagens prominente und umstrittene Ausstellung „Körperwelten“, sagte Museumsdirektor Thomas Schnalke. Seine Exposition soll den Fokus mehr auf die Schicksale der Patienten damals wie heute sowie auf die bahnbrechenden Entwicklungen der Medizin lenken.

Zu sehen sind etwa eine Eiserne Lunge, die erstmals die künstliche Beatmung eines Menschen ermöglichte, das Modell eines Geburtsstuhls aus dem 18. Jahrhundert, und Geräte der modernen Intensivmedizin. Es gibt alte Laborgeräte zu sehen, aber auch modernste Entwicklungen aus dem Bereich der Neurowissenschaften oder der Gentechnik.

Auch der Arbeitstisch des Berliner Charité-Arztes Rudolf Virchow (1821-1902) wird in der Dauerausstellung gezeigt. Auf seine Initiative geht das Medizinhistorische Museum auf dem heutigen Campus Mitte zurück. Virchow legte die bekannte Präparate-Sammlung an, an deren Exponaten Studenten zum Beispiel Krankheitsbilder erkennen und deuten lernten. So will das Museum die Besucher denn doch „quasi auf die Spitze des Skalpells“ setzen und „in die Tiefe des menschlichen Körpers eintauchen lassen“, sagte Schnalke. Gallen- und Nierensteine, menschliche Schädel mit schweren Verletzungen, die Gebärmutter einer schwangeren Frau, aber auch fehlgebildete Organe oder Embryonen - die Besucher erwarte eine informative Reise durch den menschlichen Körper und die Medizin.

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